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Auch mit Dieter Hoeness' Bruder, Bayern-Manager Uli Hoeness (l.), hat Lucien Favre schon geplaudert und gelacht. (EQ Images)
Ottmar Hitzfeld (60) klingt entspannt, als BLICK ihn gestern auf dem Handy erreicht. Ob er sich erholt habe, fragen wir. «Erholt von was? Ich hatte doch zuletzt gar keinen Stress», sagt der Nati-Coach und lacht verschmitzt.
Es geht ihm gut in diesen Tagen. Auch wenn er mit seinen Gedanken dann und wann bei seinem Ex-Klub ist. Die Bayern haben diese Woche Hitzfeld-Nachfolger Jürgen Klinsmann (44) rausgeschmissen und Oldie-Trainer Jupp Heynckes (63) für die letzten fünf Spiele der Saison eingesetzt. Eine Übergangslösung.
Die Bayern haben dafür auch Nati-Trainer Hitzfeld angefragt. Auch wenn er ausweicht: «Eigentlich möchte ich dazu nichts mehr sagen. Denn mein Entscheid steht: Ich möchte nie mehr Alltags-Trainer sein.»
Und dann bringt er Lucien Favre (51) ins Gespräch. Jenen Mann, der mit Hertha BSC auf Platz zwei liegt mit nur zwei Punkten Rückstand auf Leader Wolfsburg.
«Natürlich ist Lucien Favre eine Möglichkeit für die Bayern», sagt Hitzfeld, «er arbeitet sehr erfolgreich in Berlin, hat sich in der Bundesliga etabliert.»
Aber der Nati-Coach weist auch darauf hin, dass Favre bis 2011 an die Berliner gebunden ist. Nur haben die Bayern noch nie gezögert, jemanden abzuwerben. Alles eine Frage des Geldes.
Zumal Kalle Rummenigge, Ende der 80er-Jahre Favres Mitspieler bei Servette und heute Vorstandsvorsitzender von Bayern, vor ein paar Wochen sagte: «Schon damals habe ich gemerkt, dass er Fussball lebt. Er war schon mit jungen Jahren eine Persönlichkeit. Favre ist ein Volltreffer. Ich habe ihn nie aus den Augen verloren.» Konkreten Kontakt hat es zwischen den Bayern und Favre aber noch nicht gegeben.
Ein anderer widersteht dem Ruf der Bundesliga: Fredy Bickel (43). Der FCZ-Sportchef führt gegenüber BLICK private Gründe an: «Meine beiden Kinder stehen kurz vor der Berufslehre. Es wäre der falsche Moment, jetzt ins Ausland zu wechseln.»
Zudem: «Ich bin hier in Zürich noch nicht fertig. Schliesslich habe ich Ancillo Canepa versprochen, dass wir den FCZ irgendwann in die Champions League führen.» Canepa war über die Verhandlungen informiert. Bickel hatte ihn darüber in Kenntnis gesetzt, bevor er nach Hannover flog.
Bickel hat offenbar eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag. Klappt es vielleicht später mit einem Wechsel nach Deutschland? Angeblich soll auch Hertha BSC an Bickel interessiert sein. Dort tritt Manager Dieter Hoeness im Sommer 2010 zurück. Denn Bickel macht kein Geheimnis daraus, dass es mit dem Wechsel fast geklappt hätte.
«Hannover wollte die Entscheidung noch diesen Monat. Das konnte ich aber nicht. Lucien Favre hat das damals bei seinem Abschied nach Berlin so gemacht – aber ich wollte die Leute in Zürich nicht so vor den Kopf stossen. Hätte 96 mir mehr Zeit gegeben, wäre es möglicherweise was geworden.»