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Es läuft die Nachspielzeit im Olympiastadion: Nürnberg schiesst das Siegestor zum 2:1 – der Abstieg von Herha Berlin so gut wie besiegelt. Dann brechen in der Bundeshauptstadt alle Dämme.
Fans stürmen das Spielfeld, schlagen auf Werbebanden, zertrümmern die Ersatzbank und wollen in die Kabinen eindringen. Dort sind die Spieler glücklicherweise in Sicherheit.
Trotzdem sitzt der Schock tief. Nürnberg-Captain Andreas Wolf kann es nicht fassen, hatte Todesängste. Auf Bild.de sagt er schockiert: «Da nimmst du nur noch deine Beine in die Hand. Die hauen dir sonst die Birne ein.»
In Deutschland wirft die «Schande von Berlin » hohe Wellen. Die schwer gebeutelte Hertha fordert harte Massnahmen. «Man muss gegen die Gewalttätigen knallhart vorgehen», sagt Trainer Funkel. Sein Kollege bei Nürnberg ist fassungslos: «Das ist Kriminalität pur!»
Hertha-Manager Michael Preetz spricht von einem bundesweiten Stadionverbbot für die Krawallmacher. Liga-Boss Reinhard Rauball möchte diesem Wunsch nachkommen: «Wir treten für harte Strafen ein und werden über eine ligaweite Strategie beraten.» (sme)
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Nürnberg-Captain Andreas Wolf. (Keystone)