Ritterschlag für den VfB-Coach Günter Netzer adelt Gross

  • Publiziert: 01.03.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

Christian Gross reiht in der Bundesliga mit dem VfB Stuttgart Sieg an Sieg. Das ist auch der Fussballegende Günter Netzer aufgefallen.

Günter Netzer lobt den Schweizer Trainer in den Himmel. Hier die besten Auszüge aus «Bild am Sonntag». Das sagt die Fussballegende.

«Mit seinen Fähigkeiten ist Christian Gross schon lange in der Lage, in der Bundesliga zu arbeiten. Beim FC Basel hat er lange Jahre grossartige Arbeit vollbracht.»

«Seine ruhige, gelassene Art tut den Spielern gut. Er gibt klare Ansagen, die Spieler wissen, woran sie sind. Gross ist ein seriöser Trainer. Er unterlässt alles Unnötige, er ist keiner, der sich über Sprüche definiert.»

«Gross hat der Mannschaft in einer Phase neues Leben eingehaucht, als sie sich im Abstiegskampf befand.»

«Mit dem 1:1 am vergangenen Dienstag gegen den FC Barcelona hat Christian Gross in taktischer Hinsicht eine Grosstat vollbracht. 52 Minuten lang haben die Stuttgarter die beste Mannschaft der Welt nicht nur neutralisiert. Nein, sie waren sogar besser als Barcelona. So eine taktische Meisterleistung habe ich sehr lange nicht mehr gesehen. Er hat Barça an den Rand einer Niederlage gebracht.»

«Ich bewundere Trainer, die es schaffen, einer Mannschaft eine Handschrift zu verpassen. Das ist das größte Kompliment, das ich einem Trainer machen kann. Gross ist es in Stuttgart eindrucksvoll gelungen.»

«Was ist noch möglich in dieser Saison? Unter besonders günstigen Umständen halte ich es für möglich, dass Stuttgart noch unter die ersten fünf kommt.»

«In der Zukunft erwarte ich den VfB sowieso in diesem Bereich, denn die Voraussetzungen sind gut, um dauerhaft im Europapokal zu spielen. Mit Christian Gross haben sie einen Trainer, der sie dorthin führen kann.»

Hleb im Sommer weg

Für Gross läuft nicht alles Rund in Stuttgart. Der Weissrusse Alexander Hleb kündigt nach dem 2:1-Sieg über Frankfurt seinen Abgang bei den Schwaben an. «Die Wahrscheinlichkeit, in Stuttgart zu bleiben, ist gleich Null.»

Hleb hat sich in der Vergangenheit darüber aufgeregt, ständig frühzeitig vom Platz zu müssen. Gegen Frankfurt nahm ihn Gross nun erneut vom Platz.