VfB feuert Babbel Gross zum VfB Stuttgart!

  • Publiziert: 06.12.2009, Aktualisiert: 02.01.2012

Der VfB Stuttgart hat seinen Trainer Markus Babbel jetzt doch noch vor der Winterpause gefeuert. Sein Nachfolger heisst Christian Gross!

Nach dem mageren 1:1-Remis im Heimspiel gegen Bochum ziehen die Verantwortlichen des VfB Stuttgart die Konsequenzen: Markus Babbel wird per sofort entlassen. Acht sieglose Bundesliga-Partien sind zu viel.

Seine Nachfolge wird Christian Gross antreten! Noch am Sonntag Abend wird der Zürcher das erste Training leiten. Zuerst wurde er an einer Medienkonferenz vorgestellt. Diese wurde von der Stuttgarter Geschäftsleitung kurzerhand ins Stadion verlegt.

Um 17.45 Uhr wurden die Stuttgart-Profis in der Mannschaftsgarderobe über den neuen Trainer informiert. Wenige Stunden später leitete Gross mit Co-Trainer Jens Keller bereits das erste Training.

Gross unterschrieb einen Vertrag bis Juni 2011 und wird die Mannschaft bereits am Mittwoch im entscheidenden Champions-League-Spiel gegen Urziceni betreuen. In der Bundesliga liegt Stuttgart mit 12 Punkten aus 15 Spielen auf Platz 16.

«Ich kenne die meisten Spieler sehr gut. Meine Hauptaufgabe bis Weihnachten wird sein, alles aus ihnen herauszuholen», so Gross. Es sei überzeugt, dass sie wieder aus dieser Situation herauskommen werden.

Besonders gut kennt Gross Zdravko Kuzmanovic. Der 22-jährige serbische Mittelfeldspieler, der in Bern aufgewachsen ist, schaffte 2006 beim FC Basel unter Gross den Durchbruch, ehe er in die Serie A zur AC Fiorentina wechselte.

Der in Höngg aufgewachsene Zürcher ist der erfolgreichste Schweizer Trainer. In 14 Saisons mit den Grasshoppers und Basel errang er sechs Meistertitel und fünf Cupsiege. (Si/zbi/M.K.)

Christian Gross

Für Gross ist Stuttgart die vierte Station als vollamtlicher Trainer. Nachdem er den FC Wil noch als Spielertrainer in die Nationalliga B geführt hatte, lancierte er seine Karriere 1993 bei GC – und wie!

1995 und 1996 feierte Gross mit den Hoppers zwei Meistertitel und führte sie in der Folge zweimal in die Champions League, ehe 1997 das erste Auslandsabenteuer startete. Einziger Misserfolg auf seiner Visitenkarte ist die frühzeitige Entlassung 1998 bei Tottenham Hotspur, obwohl Gross die Londoner (u.a. mit Jürgen Klinsmann und David Ginola) vor dem Abstieg bewahrt hatte.

Danach folgte eine zehn Jahre andauernde Ära beim FC Basel, in der Gross vier Meistertitel, vier Cupsiege und zwei Champions-League-Teilnahmen zustande brachte. Am 27. Mai 2009 gab der FC Basel schliesslich die Vertragsauflösung mit Gross bekannt. (sme)
play 6. Dezember 2009: Christian Gross bei seiner Präsentation in Stuttgart. Er ist der sechste Schweizer Trainer in der Bundesliga. Jetzt ist ihm das Lachen vergangen. (EQ)