Dank «Super-Hirnli» Favre Gladbach siegt – beste Hinrunde seit 35 Jahren

Nach zwei Spielen ohne Sieg kann Borussia Mönchengladbach wieder gewinnen. Das Team von Trainer Lucien Favre schlägt Mainz mit 1:0. Doch warum trägt «Lulu» einen Gips?

  • Publiziert: 19.12.2011, Aktualisiert: 10.01.2012

Lucien Favre erscheint mit einem Gips zur letzten Hinrunden-Partie seiner Gladbacher gegen Mainz. Im Abschluss-Training hat sich der Schweizer für einmal ungeschickt angestellt: Bei einer Übung rutscht er aus, bricht sich prompt die Hand. Autsch!

Dafür kann Pechvogel Favre wieder auf Marco Reus (22) zählen. Der Knipser hat seinen Zehenbruch überstanden.

Bereits nach fünf Minuten spielt der Rückkehrer einen Zuckerpass auf Patrick Herrmann – 1:0! Dabei bleibts bis zum Schluss. Als Trost ein weiterer Mini-Sieg für Favre zum Abschluss der besten Hinrunde seit 35 Jahren! Gladbach überwintert sensationell auf Rang 4.

Favre bleibt trotzdem bescheiden: «Wir machen weiter wie bisher, kämpfen um jeden Punkt. Abgerechnet wird am Schluss.» Aber er sagt auch: «Ich traue mir auch den FC Bayern zu.» (Alex Dutler)

Markus Babbel nicht mehr Hertha-Trainer

Hertha BSC Berlin hat sich per sofort von Trainer Markus Babbel getrennt. Der Verein hat die Entlassung am Sonntagnachmittag bekanntgegeben. Am Morgen hatte Babbel noch das Training geleitet. Danach sorgte er aber für weiteren Ärger: Der Trainer kündigte an, nicht mehr mit Manager Michael Preetz zu sprechen. Zoff-Thema ist der Zeitpunkt, an dem Babbel Hertha mitgeteilt hat, dass er seinen 2012 auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Babbel sagt: Das war Anfang November. Preetz beteuert: Es war erst am Dienstag. Gegenseitig bezichtigten sich Babbel und Preetz der Lüge. Bei der Hertha wird nun Michael Skibbe als neuer Trainer gehandelt. Skibbe ist derzeit aber noch beim türkischen Erstligisten Eskisehirspor engagiert.

Netzer über Favre

Deutschlands Fussball-Experte Günter Netzer lobt die Arbeit von Lucien Favre bei Borussia Mönchengladbach. «Man kann die vergangenen Monate überwiegend mit Trainer Lucien Favre in Verbindung bringen.» Trotzdem tritt Netzer auf die Euphoriebremse: Die Mannschaft spielt am obersten Limit und sollte realistisch bleiben. Gedanken an einen Champions-League-Platz seien unnötig, warnt Netzer.