Er hat schon Schuhgrösse 50 Schüler-Goalie (15) trainiert jetzt mit den Bayern-Profis

Seit Mittwoch befindet sich Bayern München im Trainingslager in Katar. Mit dabei ist ein ganz Junger: Christian Früchtl (15) vom eigenen Nachwuchs.

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Wenn ein Fussballer 22 bis 23 Jahre alt wird, spricht man in der Regel nicht mehr von einem Talent. Bei den Torhütern ist diese Marke tendenziell eher etwas höher gesetzt. Verwunderlich ist das nicht, die Goalies können aufgrund ihrer Anlagen auch länger im Profigeschäft tätig sein als die Feldspieler.

Diese Tatsache macht die Geschichte rund um Christian Früchtl noch beeindruckender. Denn Früchtl ist 15, geht noch zur Schule – und darf bereits mit den Bayern-Profis ins Winter-Trainingslager nach Katar fahren. Das ist sehr ungewöhnlich, spielt doch bei Goalies der Körperbau eine zentrale Rolle.

Ein Problem, das Früchtl nicht hat: Der Youngster ist 1.90 m gross und hat gemäss der «Süddeutschen Zeitung» eine Schuhgrösse von 50. Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer gibt zwar zu, dass der Zeitpunkt sehr früh sei. Doch er fügt an: «Der sieht ja auch nicht aus wie 15.»

Doch Bayern München ist nicht der einzige Club, bei dem junge Torhüter Chancen bekommen. Beim AC Milan ist der 16-jährige Gianluigi Donnarumma sogar die Nummer eins. Und die «Rossoneri» haben mit dieser Massnahme Erfolg. Seit er im Tor steht, verliert Milan weniger Spiele.

Interessanterweise wurde den meisten aktuellen Weltklasse-Goalies schon extrem früh Verantwortung zugesprochen, auch im Vergleich zu den Feldspielern. Spanien-Legende Iker Casillas (34) zum Beispiel ist in seiner ersten Profisaison (99/00) als 18-jähriger Stammspieler bei Real Madrid und steht auch zum Saisonende beim Champions-League-Finalsieg gegen Valencia zwischen den Pfosten.

Der FC Parma zieht Gianluigi Buffon (37) 1994 gar schon als 16-Jährigen in die erste Mannschaft hoch. Ein Jahr später gibt er sein Debüt und 1999 gewinnt er mit Parma als Stammgoalie den UEFA-Cup. Auch ein Neuer (Bayern), De Gea (Man Utd), Cech (Arsenal) oder Courtois (Chelsea) war schon sehr früh Stammspieler in einer grossen Liga.

Es sieht also nicht schlecht aus, dass Früchtl einmal eine grosse Profikarriere hinlegen könnte. Doch will er diese bei den Bayern lancieren, muss er zuerst einmal den grossen Manuel Neuer ausstechen. Und das ist im Moment so gut wie unmöglich.

Publiziert am 09.01.2016 | Aktualisiert am 05.02.2016

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1 Kommentare
  • Rolf  Wysshaar 09.01.2016
    Ich glaube kaum, dass es eine Rolle spielt, dass er Schuhnummer 50 hat. Das macht ihn nicht zum grösseren Talent. Wenn er jetzt schon da mittrainiert, ist er in wenigen Jahren sowieso nicht mehr bei Bayern oder sogar ganz weg vom Fenster. Die meisten sogenannten Talente gehen bei Bayern kaputt. Die Liste der letzten Jahre ist lang.