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Deutschlands Nationalgoalie Robert Enke († 32) ist tot. Dies bestätigt Martin Kind, Präsident von Enkes Arbeitgeber Hannover 96, heute Dienstagabend.
«Die Polizei hat mich angerufen und hat bestätigt, dass Robert Enke tot ist. Ich habe die Todesnachricht um etwa 19.35 Uhr erhalten», so Kind gegenüber den Medien.
Es war wohl Selbstmord
Gemäss einem Polizeisprecher starb Enke an einem Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge in der Region Hannover. Es deute alles darauf hin, dass es sich um Selbstmord gehandelt habe. Gegen 18.25 Uhr sei er von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden.
Schwerer Schicksalsschlag
Enke hinterlässt Ehefrau Teresa und die acht Monate alte Adoptivtochter Leila. Der Nationalgoalie hatte in seinem Leben einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen müssen. Im September 2006 starb seine Tochter Lara im Alter von zwei Jahren. Sie litt an einem schweren Herzfehler.
Wie Hannover-Präsident Kind erzählt, soll Enke seit diesem Schicksalsschlag ein labiler Mensch gewesen sein. Die Öffentlichkeit bekam davon aber nicht viel mit über. «Er hat das überlagert», erklärt der Fussball-Manager.
Nationalmannschafts-Kollegen reagieren bestürzt
Zuletzt hatte Enke wegen einer bakteriellen Infektion die WM-Qualifikationsspiele verpasst. Für die aktuell anstehenden Länderspiele gegen Chile und die Elfenbeinküste war er noch nicht wieder nominiert worden.
Der Tod von Robert Enke hat im Lager der deutschen Nationalmannschaft grosse Bestürzung ausgelöst. Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff informierten die Spieler und Betreuer am Dienstagabend im DFB-Quartier in Bonn. «Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte», äusserte Bierhoff in einer ersten offiziellen Reaktion. Ob das Spiel Deutschlands am Samstag in Köln gegen Chile stattfindet, ist noch unklar. (msc/gwy/Si)