«Das ist Wahnsinn!» BVB-Boss Watzke kritisiert den Entlassungs-Rekord

Winterpause in der Bundesliga und nicht weniger als sieben Teams haben nicht mehr den gleichen Trainer wie im Sommer.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Lewandowski schlägt spät zu Bayern startet mit Last-Minute-Sieg ins neue...
2 Vom Helden zum Buhmann Frankfurt-Fans wollen Seferovic loswerden
3 Hradecky mit dem Hands des Jahres Leipzig siegt dank Goalie-Depp

Fussball

Bundesliga

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Bayern 17 40:10 42
2 RB Leipzig 17 34:15 39
3 Hoffenheim 17 30:17 31
4 Dortmund 17 37:20 30
5 Hertha BSC 16 24:16 30
6 Frankfurt 17 22:15 29
7 1. FC Köln 16 21:15 25
8 Freiburg 17 22:29 23
9 Schalke 17 21:19 21
10 Leverkusen 16 23:24 21
11 Mainz 16 26:30 20
12 Wolfsburg 17 16:24 19
13 Augsburg 17 13:19 18
14 Gladbach 17 15:25 17
15 Bremen 17 21:36 16
16 Hamburg 17 14:32 13
17 FC Ingolstadt 17 14:28 12
18 SV Darmstadt 98 17 11:30 9
teilen
teilen
8 shares
7 Kommentare
Fehler
Melden

Läufts nicht, gibts nicht. In der Bundesliga wird nicht lange gefackelt. Bleibt der Erfolg aus, kriegt der Trainer die Gesetze des Fussball-Geschäfts schonungslos zu spüren.

Letztes Opfer mangelnder Punkte-Ausbeute: André Schubert bei Gladbach. Nach 15 Monaten muss der Favre-Nachfolger bei den «Fohlen» bereits wieder seinen Spind räumen.

Er ist bereits der siebte Übungsleiter, der nach 16 Runden seinen Job wieder los ist. Rekord. Zuvor haben sich bereits Augsburg, Wolfsburg, Bremen, Hamburg, Ingolstadt und Darmstadt neue Trainer an Bord geholt.

Diese Entwicklung stösst BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (57) sauer auf. Wenn man ständig sein leitendes Personal austausche, sei ein perspektivisches Arbeiten nicht möglich. «Das ist Wahnsinn», so Watzke gegenüber den Zeitungen der «Funke Mediengruppe».

«Man muss aufpassen, dass man nicht jegliches strukturelle Arbeiten schon im Vorhinein pulverisiert, indem man sich nach tagesaktuellen Eindrücken richtet.»

Watzke präzisiert: «Der, der gerade noch der Heilsbringer war, ist ein paar Wochen später schon wieder entlassen. Das ist mir momentan zu aufgeregt. Wenn man überzeugt von der Arbeit eines Trainers oder Sportdirektors ist, dann muss man auch mal ein, zwei Talsohlen durchstehen.»

Ob sich die Konkurrenz Watzkes Worte zu Herzen nimmt? (fan)

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016

Neueste Videos

7 Kommentare
  • Enri  Co 22.12.2016
    Watzke hat dasselbe Problem wie Rummenigge und Hoeness: Wenn es nicht läuft, wird gejammert, dass einem die Ohren wackeln, und wenn es läuft, muss Aki seine Nase in Dinge halten, die ihn nichts angehen. Einfach mal wortlos an einem Mikro vorbeigehen wäre auch mal nen Versuch wert.
  • mark  spiz 22.12.2016
    Watzke hat gut reden, er verpflichtet auch nur Top Trainer mit viel Geld. Kleine Clubs müssen nehmen was noch übrig bleibt
    • Daniel  Schlatter , via Facebook 23.12.2016
      Das ist Blödsinn, was Sie schreiben. Klopp wäre von keinem BULI-Klub von Mainz weggelotst worden, Tuchel ebensowenig. Watzke und Zork haben eben immer ein Näschen für Namenlose: Lewandowski, Kagawa, Götze kannte vor Dortmund keiner, Hummels war für Bayern davor kein Thema. Alles schielt nach Dortmund und will sich dort bedienen. Im Thema selbst hat er Recht: nicht einer der 6 Neuen hat in der BuLi im Schnitt mehr Punkte geholt als der Entlassene! Das wird mit Hecking nicht anders sein.
  • Bruno  Füchslin aus Richterswil
    22.12.2016
    Die Psychologie eines Trainerwechsels, der nicht im normalen Vertragsverhältnis vonstatten geht, ist an sich schon abartig destruktiv. Sie signalisiert sowohl den Vereinsverantwortlichen wie den Spielern: der Schuldige ist gefunden. Weder wir Verantwortliche noch ihr Spieler haben zu einer schlechten Tabellenlage beigetragen. Äusserst aufbauend im Hinblick auf "Verantwortung mittragen" - der nächste kann kommen.
  • drafi  schweizer aus berg
    22.12.2016
    im Grunde hat er recht, doch im Fussball geht es um zu viel Geld, kein Verein wartet mit Trainerwechsel bis man definitiv abgestiegen ist, dann kann man nichts mehr ändern, Abstieg ist auch sehr teuer, Spieler verlieren an Wert, Vereine können daran zu Grunde gehen, und Aufsteigen ist eine harte Sache, übrigens, Watzke hat nicht lange gefackelt als der BVB vor dem Abstieg stand, man wechselte von Lattek/Hitzfeld/Sammer/ und den ehem. GC Trainer ?? innert kurzer Zeit auch die Trainer aus
  • Marco  Goby 22.12.2016
    Watzke sagt es ganz richtig: «Der, der gerade noch der Heilsbringer war, ist ein paar Wochen später schon wieder entlassen.»

    Anstatt auf Kontinuität und Stabilität zu setzen, wird nach zwei, drei Niederlagen in Serie gleich der Trainer ausgewechselt, obwohl es am Ende die Spieler auf dem Feld sind, die den Mist ablassen!
    Zudem haben gewisse Vereine schon von Grund auf illusorische Saisonziele, die sie ausgeben und erreichen wollen!!!