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Der VfB Stuttgart hat Tage des Chaos hinter sich. Die Fans randalieren, schiessen Knallpetarden gegen die eigenen Spieler. Trainer Markus Babbel wird nach dem 1:1 gegen Bochum entlassen.
Die Anstellung seines Nachfolgers, Christian Gross (55), geht dabei in Deutschland schon fast unter.
Dennoch wird vom Schweizer nichts anderes erwartet, als den Krisenklub aus dem Abstiegssumpf zu führen, er soll die Saison des VfB Stuttgart retten.
Sein Ruf eilt ihm voraus. Die Deutschen Medien haben sich schon über die Arbeitsweise des Erfolgstrainers informiert. Kein Wunder, Gross wurde in den letzten Jahren immer wieder mit der Bundesliga in Verbindung gebracht. Jetzt hat es geklappt.
Das Internet-Portal «spox.com» betitelt Gross als «Harter Hund im Pelzmantel».
«Bild» weiss: «Er (Gross) gilt als harter Hund, der großen Wert auf Disziplin legt. Zwischen Motivationskünstler und Diktator.» Und das Blatt stellt die Frage: «Kann ein Schweizer die Schwaben retten?»
Die lokale «Stuttgarter Zeitung» glaubt daran und titelt: «Der VfB in der Krise: Die Hoffnungen ruhen auf Christian Gross».
«Sport-Bild» zitiert Gross: «Schweizer Gross will VfB-Fans wieder happy machen.»
Noch ist Gross aber nicht richtig im Bewusstsein der deutschen Medien angekommen. Erst müssen die Chaos-Tage von Stuttgart verarbeitet werden. Der geschasste Babbel rechnet bereits mit den Fans ab, auch mit dem Fussballgeschäft. Die historische Krise des VfB Stuttgart wird ausgiebig analysiert und historisch eingebettet.
Gross selber ist es egal. Der Schweizer verbreitet Optimismus und sagt bei seiner Vorstellung am Sonntagabend: «Ich freue mich, hier zu sein und will mit der Mannschaft auf die Siegerstraße zurück. Es ist sehr wichtig, sofort mit der Arbeit zu beginnen. Es gilt zu retten, was zu retten ist.» (msc)
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Gross führt aus, wie er Stuttgart wieder auf die Erfolgsspur bringen will. (AP)