Bayern-Trainer Louis van Gaal fordert Neuerungen Chip muss in den Ball!

  • Publiziert: 08.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

Die IFAB hat entschieden, auf technische Hilfsmittel im Fussball zu verzichten. Louis van Gaal würde am liebsten das Fussball-Regelwerk auf den Kopf stellen.

«Wir brauchen technische Hilfsmittel. Ich will alles», sagt van Gaal. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) haben sich am Wochenende zum wiederholten Mal gegen die Einführung technischer Hilfen entschieden.

Der Holländer ist vor allem darüber empört, dass man den Chip im Ball nicht will: «Es ist doch Wahnsinn, dass wir das nicht verwenden», sagt van Gaal, «wir müssen das menschliche Urteil ausschalten, weil es immer subjektiv ist.»

Die in der Europa League getesteten Torrichter lehnte er deshalb ab und auch die Schiri-Assistenten sollen ersetzt werden. «Weg mit den Linienrichtern. Die Technik haben wir und können sie auf einen Millimeter einsetzen.»

Ob sich der Bayern-General Vorteile für seine Münchner erhofft? Die Bayern haben in dieser Saison schon 16 Mal den Pfosten getroffen, der Spitzenwert in der Bundesliga. Doch diese Bälle wären auch mit Chip nicht im Tor gelandet. (Si/sme)

Van Gaal fordert noch mehr

Neben der Einführung von technischen Hilfsmitteln fordert Louis van Gaal noch mehr Neuerungen. Das passive Offside soll abgeschafft werden, dafür will der Bayern-Coach einen zweiten Schiri. «Wir brauchen wie im Basketball oder Eishockey zwei Schiedsrichter, einen in jeder Hälfte und in der Diagonalen positioniert.»

Aus dem Einwurf soll ein Einschuss werden und aus dem Penltyschiessen ein «Gladiatorenspiel». «Geht eine Partie in die Verlängerung von zweimal 15 Minuten, wird alle fünf Minuten von jeder Mannschaft ein Spieler herausgenommen. So gewinnt nur noch die bessere Mannschaft», sagt van Gaal.
play Die Technik ist da, nutzen wir sie! Van Gaals Einstellung zum Chip-Ball ist eindeutig. (Reuters)