
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Albert Bunjaku und sein Torjubel. (Keystone)
Zugegeben: Den Treffer zum 1:1 gegen Frankfurt hätte auch ein 5.-Liga-Kicker erzielt. Aus sieben Metern ins leere Tor. Und der Ball kommt erst noch per Zufall vor die Füsse des ehemaligen Schweizer U21-Internationalen.
Grosse Klasse jedoch, wie Bunjaku sich sein Goal erarbeitet. Erst setzt sich der 25-Jährige gegen zwei Gegenspieler durch, lanciert Sturmpartner Charisteas, sticht in den Strafraum und steht dort, wo ein Stürmer stehen muss.
«Es ist unglaublich gelaufen. Fast perfekt», sagt der Mann mit Wurzeln im Kosovo. Mit Betonung auf fast. Denn eigentlich erzielt Bunjaku gar einen Doppelpack, der zu Unrecht wegen Abseits aberkannt wird. Der Stürmer zur Szene: «Klar ist es schwer, eine solche Entscheidung zu akzeptieren. Aber so ist Fussball nun mal!» Klingt nicht danach, als ob der Schweizer dem Schiedsrichter anonyme Drohbriefe schreiben wird.
Dafür droht Bunjaku seinen Sturm-Konkurrenten Eigler und Boakye: «Ich habe eine Visitenkarte abgegeben und hoffe, im nächsten Spiel von Anfang an aufzulaufen!»
Selbstbewusste Worte eines Mannes, der sich im knallharten Profigeschäft erst noch beweisen muss und bisher erst in der dritten deutschen Liga wirklich überzeugt hat. Sein Coach, Michael Oenning, holt den Schweizer deshalb sofort auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Deutsche stellt klar, dass sein Stürmer ein Tor geschossen habe, von dem er noch seinen Enkeln erzählen wird. Nicht mehr und nicht weniger.
Eher weniger als mehr ist momentan von Daniel Gygax zu hören. Der zweite Schweizer beim 1. FC Nürnberg stand gegen Frankfurt nicht im Aufgebot und macht schwere Zeiten durch. Für Landsmann Bunjaku jedoch kein Grund zur Sorge: «Daniel ist ein hervorragender Fussballer und wird es in Nürnberg packen!» Sagts und feiert sein Bundesligadebüt zusammen mit seinem Schweizer Kumpel.
play
Bunjaku vom 1. FC Nürnberg. (Keystone)