Benaglio erklärt sein Glücks-Tattoo

  • Publiziert: 24.05.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Heiko Ostendorp (Text) und Kathi Bettels (Fotos) aus Wolfsburg

KÖRPERKULT – Insgesamt vier Tattoos zieren den Körper von Diego Benaglio. Im SonntagsBlick erklärt er exklusiv ihre Bedeutung.

Es fing alles an mit den Namen seiner Eltern und seines Bruders. Die liess sich Benaglio in arabischer Schrift schon vor einigen Jahren auf sein rechtes Handgelenk tätowieren. Dann war die Wade dran. Die verzierte sich der Goalie mit chinesischen Schriftzeichen: Liebe, Glück und Gesundheit steht dort.

Der Platz auf dem linken Arm gehört Nadin. Auch seiner Verlobten widmete Benaglio eine Tätowierung. Die Initialen des Liebespaares und das Datum, an dem sie sich kennenlernten, liess sich Benaglio unter die Haut stechen – so weit, so gut.

Doch um sein neuestes Kunstwerk machte sich unser Nati–Keeper die meisten Gedanken. Exklusiv für SonntagsBlick erklärt Benaglio sein Glücks–Tattoo, das seit rund einem halben Jahr an seinem Unterarm prangt. «Ich habe wirklich lange überlegt, was alles darauf zu sehen sein soll», sagt der frischgebackene Meister-Torwart. Der Tattoo–Fan kennt sich bestens aus. «Das Ganze ist ein sogenanntes Old–School–Tattoo.»

Die aufwendige Tätowierung wurde in der Winterpause in einigen mehrstündigen Sitzungen angefertigt. Zu sehen ist der so genannte «8-Ball». Die schwarze Billard-Kugel gilt genauso als Glücksbringer wie die vier Asse, die auf seiner Haut blitzen. «Dann gibt es zwei Schwalben, die für Beziehung und Freundschaft stehen», verrät Benaglio. Zwei Würfel, welche die Zahlen 2 und 3 zeigen, ergeben seine Glückszahl 23. Warum? «Keine Ahnung, das ist schon ewig so und hat sich irgendwann ergeben», lacht er. Dann lüftet er auch noch sein letztes Geheimnis: «Auf den zwei Schriftbannern, die bisher noch leer sind, sollen irgendwann die Namen unserer Kinder verewigt werden.» Geplanten Körperkult nennt man so etwas wohl.

Übrigens: Weitere Tattoos sind noch nicht geplant – auch wenn sich der Platz für eine Meisterschale sicher noch finden lassen würde.