VfL Wolfsburg entlässt seinen Trainer, seinen Manager und seinen Geschäftsführer. Alle drei heissen Felix Magath (59). Als Nachfolger ist Bernd Schuster (52) im Gespräch.
Fünf Punkte aus acht Spielen, letzter Platz in der Bundesliga – den VW-Bossen platzte der Kragen! Alleinherrscher Magath wurde entlassen, interimistisch übernimmt der bisherige U23-Trainer Lorenz-Günther Köstner (60).
Laut der Nachrichtenagentur «sid» sollen sich fünf Wolfsburg-Profis in Gesprächen mit der Klubspitze gegen Magath ausgesprochen haben. Einzig Captain Diego Benaglio (29) sei noch zum Trainer gestanden.
Unser Nati-Goalie widerlegt dieses Gerücht. «Wir vom Spielerrat wurden von VW informiert, als alles schon beschlossen war.» Er sei nicht nach seiner Meinung gefragt worden.
Für Benaglio ändert sich mit dem Trainerwechsel nichts. Benaglio ist der einzige Wolfsburger, der auch in der Krise konstant gute Leistungen zeigte. Er bleibt im Tor. Die Captain-Binde dürfte er ebenfalls behalten.
Entscheiden wird dies möglicherweise Bernd Schuster. Gemäss «Sport1» ist er heisser Kandidat für Magaths Nachfolge. Der «Blonde Engel», einst Coach bei Real Madrid (Meister 2008), wurde als Spieler mit Barcelona, Real und Atletico Madrid spanischer Meister und gewann 1980 mit dem DFB-Team den Europameistertitel.
Trotz seinen Erfolgen ist Schusters Ruf in Deutschland angekratzt. Grund: Nach einem Streit mit dem damaligen Bundestrainer Jupp Derwall trat Schuster bereits im Alter von 24 Jahren aus der Nationalmannschaft zurück und spielte nie wieder für Deutschland.
Im Nachhinein wurde bekannt, dass Franz Beckenbauer vor der WM 1986 Schuster zu einem Comeback bewegen wollte. Dies gelang nicht, da Schusters damalige Ehefrau und Managerin Gaby dafür eine Million Deutsche Markt gefordert haben soll, die der DFB nicht aufbringen wollte.
Schon in der Vergangenheit war Schuster mehrfach als Trainer bei Wolfsburg im Gespräch. Als neuer Manager wird der Ex-Profi Stefan Schnoor gehandelt. Die «Bild» hat dazu Christian Nerlinger, ehemaliger Bayern-Sportdirektor, als Sportchef ins Gespräch gebracht.
Unser Nati-Aussenverteidiger Ricardo Rodriguez (20), den Magath im Januar für 10 Millionen Franken vom FCZ holte, spielte zuletzt schwach. Muss er beim neuen Trainer um seinen Stammplatz bangen?
Was für Rodriguez spricht: Als einziger VfL-Spieler fehlte er seit Jahresbeginn keine Spielminute. Und Assistenztrainer Andries Jonker, der bleiben darf, hält grosse Stücke auf Rodriguez. (B.E.)
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bayern | 34 | 98:18 | 91 |
| 2 | Dortmund | 34 | 81:42 | 66 |
| 3 | Leverkusen | 34 | 65:39 | 65 |
| 4 | Schalke | 34 | 58:50 | 55 |
| 5 | Freiburg | 34 | 45:40 | 51 |
| 6 | Frankfurt | 34 | 49:46 | 51 |
| 7 | Hamburg | 34 | 42:53 | 48 |
| 8 | Gladbach | 34 | 45:49 | 47 |
| 9 | Hannover | 34 | 60:62 | 45 |
| 10 | Nürnberg | 34 | 39:47 | 44 |
| 11 | Wolfsburg | 34 | 47:52 | 43 |
| 12 | Stuttgart | 34 | 37:55 | 43 |
| 13 | Mainz | 34 | 42:44 | 42 |
| 14 | Bremen | 34 | 50:66 | 34 |
| 15 | Augsburg | 34 | 33:51 | 33 |
| 16 | Hoffenheim | 34 | 42:67 | 31 |
| 17 | Düsseldorf | 34 | 39:57 | 30 |
| 18 | Fürth | 34 | 26:60 | 21 |
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