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Luca Toni, der italienische Superstar, schoss Bayern München mit einem klassischen Hattrick zwischen der 58. und 82. Minute zum 3:0-Sieg in Hannover. Dreimal wurde er hervorragend frei gespielt, zweimal von Bastian Schweinsteiger, dreimal vollstreckte Toni.
Während Sturmpartner Miroslav Klose seit November auf einen Treffer wartet, gibt der Italiener in Deutschland weiterhin den Ton(i) an: in Hannover waren es die Bundesliga-Tore 11 bis 13, die Treffer 20 bis 22 im 25. Pflichtspiel.
«Er ist ein Wettkampftyp, der sich im Spiel steigern kann. Er war in Italien Torschützenkönig, das allein ist ja Auszeichnung genug», lobte Hitzfeld. Eine Tripletta war Toni für Bayern bisher noch nicht gelungen.
Und vielleicht wurde «Luggadoni» ja auch von interner Kritik zur Sonderleistung angestachelt. Nachdem er in der Runde zuvor gegen Werder Bremen einen Penalty mit einem Anflug von Arroganz verschossen hatte, schimpfte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer: «Solches darf sich der Ottmar nicht mehr bieten lassen.»
Doublette von Petric
BVB-Trainer Trainer Thomas Doll nominierte beim 2:0 in Cottbus erstmals in dieser Saison das «Schweizer» Sturmduo Mladen Petric und Alex Frei von Beginn weg. 121 Tore haben die beiden zusammen einst in der Schweizer Liga erzielt (Petric 69/Frei 52). In Cottbus avancierte Petric an der Seite des blassen Schweizer Euro-Hoffnungsträgers mit einer Doublette zum Matchwinner.
Mit elf Toren ist Petric im Torschützenklassement auf den 2. Rang vorgerückt – hinter Luca Toni (13) zwar, aber vor Weltklasse-Spielern wie Diego und Rafael van der Vaart (je 10). Petric wandelt in seiner ersten Bundesliga-Saison auf den Spuren von Stéphane Chapuisat. Der Romand hatte 1991/92 in 37 Spielen 20mal getroffen. Wenn Petric (18 Einsätze) seinen Torschnitt beibeihält, kommt er bis zum Saisonende (34 Runden) ebenfalls auf 19 oder 20 Tore.
Raffael rettet Hertha
Lucien Favre und Hertha Berlin siegten zum zweiten Mal in Folge (1:0 gegen Bielefeld) – dank dem Brasilianer Raffael und viel, viel Glück. Eine Woche nach dem 3:1 bei Meister VfB Stuttgart enttäuschte die Hertha spielerisch masslos, doch in der 93. Minute köpfte der gebürtige Berliner Thorben Marx den Ball nach einem weiten Einwurf Gegenspieler Raffael vor die Füsse.
Aus sieben Metern traf der Südamerikaner volley und strafte jene Kritiker Lügen, die glaub(t)en, der frühere FCZ-Topskorer würde sich in der physischen Bundesliga nur mit Mühe behaupten können. Der Start in der neuen Liga ist Raffael zumindest statistisch nämlich gelungen: in drei Partien war er zweimal erfolgreich. (si)