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Nur drei Jahre nach dem Aufstieg hat es Toro wieder erwischt: zurück in die Serie B. Ein Abstieg mit Ansage, denn schon nach dem 2:3 gegen Genua in der zweitletzten Runde wusste man den Gesetzen der italienischen Logik gehorchend: Das wars!
«Wir gingen davon aus, dass unser Konkurrent Bologna gegen das ambitionslose Catania gewinnen würde», sagt Dzemaili. So kam es auch. Torinos 2:3-Niederlage gegen Roma in der letzten Runde spielte keine Rolle mehr.
Bitter, bitter. Auch für den Schweizer Internationalen, der das Drama wegen einer Gelbsperre zu Hause am TV miterleben musste: «So ein Abstieg ist schwer zu verdauen.» Für Präsident Urbano Cairo und die Fans offensichtlich noch schwerer als für die Spieler. Der Boss hat ein (Straf-)Training auf Mittwoch angesetzt, obwohl viele Versager für dann schon Ferien gebucht haben.
Tolle erste Saison
Die Fans haben den Spielern am Flughafen und vor dem Wagenpark aufgelauert. Dzemaili, der am Freitag auf eine Insel in die Ferien fliegt: «Im Moment ist es nicht ratsam, sich in der Stadt zu zeigen.» Dabei ist Dzemaili einer der wenigen, die sich nicht zu schämen brauchen. Er hat eine tolle erste Saison nach seinem Kreuzbandriss hingelegt: «Ich hätte nie gedacht, dass ich so zurückkommen würde.»
Jetzt stellt sich die Frage: Wie weiter? Der bis 2012 befristete Vertrag des Ex-FCZlers läuft zu unveränderten Konditionen weiter. Aber er hat null Bock auf die Serie B. Denn er weiss genau: Ein Jahr in der zweithöchsten Spielklasse würde wohl das Ende der WM-Träume bedeuten. «Aber bevor ich mich mit dieser Frage befasse, will ich alles ein wenig sacken lassen.»
Zeitungen liest Dzemaili aber schon. Und die spekulieren: Fiorentina, Napoli, Sampdoria, Udinese, Lazio Rom – und auch Milan. Also die halbe Serie A. Dazu Fulham. Dzemaili will aber in Italien bleiben. Am konkretesten scheinen die Avancen aus Florenz und Neapel zu sein. Torino will zehn Millionen Franken! Eine heutzutage allerdings völlig utopische Forderung. Realistisch wäre weniger als die Hälfte.
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Torinos Nr. 4 machte eine gute Saison: Blerim Dzemaili. (Toto Marti)