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DFB-Affäre: Bierhoff entschuldigt sich - trügerischer Burgfrieden

Zwar bestreitet das Duo Löw/Bierhoff die WM in Südafrika gemeinsam. Erst danach wird aber wieder verhandelt. Die Beziehung zwischen DFB-Manager Oliver Bierhoff und Präsident Theo Zwanziger ist belastet.

Aktualisiert um 14:49 | 09.02.2010
Deutschland fährt mit DFB-Trainer Jogi Löw und Manager Oliver Bierhoff zur WM. Dann wird wieder verhandelt. (AP)
Dunkle Wolken beim DFB. Die Vertragsverlängerung mit Coach Jogi Löw ist gescheitert – vorläufig. (Keystone)
Löw will auf keinen Fall ohne Team-Manager Oliver Bierhoff weitermachen. Auch seinen Assistenten stärkt der Trainer den Rücken. (Keystone)
Vor kurzem noch fest im Sattel, steht die Zukunft von Löw plötzlich in den Sternen. (Keystone)
Wie weiter? Löw ist über den Ablauf sehr verärgert. (Keystone)
Machtgierig? Die deutsche Fussball-Prominenz hat sich auf Oliver Bierhoff eingeschossen. (Keystone)
Der Streit zwischen der sportlichen Leitung (sprich DFB-Trainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff) und der Führung des Deutschen Fussball-Bundes DFB ist anlässlich einer Pressekonferenz offiziell für beendet erklärt worden.

Um 14 Uhr entschuldigte sich ein gut gelaunter DFB-Manager Oliver Bierhoff für die in den letzten Tagen aufgetretenen Unstimmigkeiten im Rahmen der abgebrochen Vertragsverhandlungen (Blick.ch berichtete): «Es sind Dinge passiert, die ich bedauere. Ich hatte heute ein gutes Gespräch mit DFB-Präsident Theo Zwanziger. Man konnte nicht mehr von Eiszeit reden. Ich habe ihm gesagt, wass ich Ihnen sage: dass es mir leid tut.»

Zwanziger nicht zu Scherzen aufgelegt


Wolfgang Niersbach, Generalsekretär beim DFB, sagte: «Keine Frage, wir haben Stress gehabt. Aber die Sache hat sich aufgelöst. Jogi Löw und ich hatten uns plötzlich gefragt: Was sind wir eigentlich für Hornochsen.»

DFB-Präsident Theo Zwanziger wollte die Angelegenheit aber nicht herunterspielen: «Die Sache ist zu ernst, dass wir darüber in Jokes verfallen sollten.» «Die Vergangenheit war ausgezeichnet. In den letzten Tagen war das Vertrauen etwas angeknackst. DFB ist nicht nur Männer-Fussball. DFB ist auch Gemeinnützigkeit.»

Löw sitzt sicherer im Sattel als Bierhoff


Zwanziger weiter: «Ausser Löw sind hier am Tisch eigentlich alle auswechselbar.» Damit lässt Zwanziger durchblicken, dass die Beziehung zu Bierhoff gelitten hat.

Das Ziel sei es, gemeinsam eine gute WM zu bestreiten und danach weiterzusehen. Erneute Vertragsgespräche vor der WM schliesst Zwanziger aus: «Wenn die Vertragsgespräche so in die Hose gehen, dann macht das keinen Sinn, es jetzt noch einmal zu versuchen.» Es gilt also abzuwarten, wie sich die Beziehung zwischen sportlicher Führung und DFB-Führung weiterentwickelt. (ds)
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