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Fehlendes Engagement kann man dem englischen Beau nicht vorwerfen. Während alle nur von seiner Rückkehr zu Milan (im Januar) und seinen Chancen auf eine WM-Teilnahme nächstes Jahr in Südafrika reden, führt David Beckham seine Los Angeles Galaxy klammheimlich Richtung MLS-Meistertitel. Das, nachdem die Galaxy (letzter Titel 2005) erstmals seit vier Jahren überhaupt wieder die Playoffs erreicht hat.
«Becks» leidet für den Erfolg
Die Galaxy steht nach dem 1:0-Sieg vom Sonntag gegen Stadtrivale Chivas im Playoff-Halbfinal (Conference-Final). Dort wartet jetzt Houston Dynamo.
Für den Sieg muss Beckham grosse Schmerzen auf sich nehmen. Beim Verteidigen des Vorsprungs bekommt er ein gegnerisches Knie in den Rücken und verdreht sich später auch noch den Knöchel.
«Alles kein Problem», meint der 34-Jährige nach dem Schlusspfiff, «ein kaltes Bad und ein Glas Wein werden die Schmerzen betäuben.» Der Mann leidet für den Erfolg.
England muss warten
Der Erfolg in Amerika könnte jetzt für Beckham zum Problem werden. Er wird bei Englands prestigeträchtigem Freundschaftsspiel gegen Brasilien (am nächsten Samstag in Doha, Katar) fehlen.
Englische Medien glauben, dass «Becks» Absenz seine WM-Chancen schmälern wird. Nationaltrainer Fabio Capello wird gegen Brasilien das stärkstmögliche Team aufbieten, und Beckhams teaminterne Konkurrenz schläft nicht.
Rekordjagd in Gefahr
Das ist aber nicht die einzige Sorge von Beckham. Die andere ist eine statistische. Sein Ziel, Rekordnationalspieler Peter Shilton (125 Länderspiele) einzuholen, wird unrealistisch. Capello hat nur drei Vorbereitungsspiele vor der WM eingeplant.
Beckham (bisher 115 Länderspiele) müsste in allen Spielen bis und mit WM-Final zum Einsatz kommen, um diesen Rekord zu knacken. Nach der WM wird Beckham vom internationalen Fussball zurücktreten. (msc)