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David Beckham (r.) ist irgendwie noch nicht in der MLS angekommen. (Keystone)
Cristiano Ronaldo hin, Kaká her – der bestverdienende Nicht-US-Sportler ist weiterhin David Beckham. Gemäss der neusten Liste (siehe Box rechts) garnierte der 34-jährige Engländer letztes Jahr inklusive Werbeeinnahmen 48,9 Millionen Franken.
Kein Vorbild
Das hält seine Teamkollegen bei Los Angeles Galaxy nicht davon ab, Beckham mit harten Vorwürfen einzudecken. Er sei ein lausiger Captain und ein Geizkragen, sagen sie. Landon Donovan, neben Beckham einer der Stars des Major-League-Soccer-Klubs, erzählte Buchautor Grant Wahl («The Beckham Experiment»), wie er den Superstar erlebt. Donovan: «Wenn der Trainer ein freiwilliges Training ansetzt, kommt Beckham fast nie. Dabei müsste doch gerade er ein Vorbild sein für alle anderen.»
Auch Galaxy-Verteidiger Greg Vanney stört sich daran, dass Beckham rein gar nichts für den Teamgeist macht. Auch wenn er Beckham als Person mag. Vanney: «David ist ein Supertyp, ein Supervater und ein guter Fussballer. Aber er lebt einfach nicht in der gleichen Welt wie wir.»
Wechsel zu L.A. ein Rohrkrepierer
Beckhams Welt ist der Glamour. Zusammen mit seiner Ehefrau Victoria ist er Stammgast bei Modeschauen oder bei irgendwelchen Veranstaltungen seiner vielen Sponsoren.
Der Wechsel von Real Madrid zum Hollywood-Klub in die US-Liga ist für Beckham zum Rohrkrepierer geworden. Schon einige Monate nach seiner Ankunft vor zwei Jahren zerbröselte sein Messias-Image in L. A. Die Liga bleibt auch mit ihm inferior im Weltfussball.
«Ich glaube, David ist unglücklich hier und findet die Liga einen Witz», sagt Donovan. «Am besten würde er sofort nach Europa zurückkehren.»