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Der Confed-Cup (kurz für Confederations-Cup, auf deutsch: Konföderationen-Pokal) gilt jeweils als Generalprobe für die bevorstehende Fussball-WM. Am Sonntag um 16 Uhr eröffnete Gastgeber Südafrika gegen den Asienmeister Irak in Johannesburg mit einer Nullnummer die achte Auflage.
Kunterbuntes Teilnehmerfeld
Die neugebauten Stadien und die verbesserte öffentliche Infrastruktur des Landes sollen ein Jahr vor der grossen Fussball-Party ein erstes Mal auf internationale Tauglichkeit getestet werden.
Mit dabei sind alle Gewinner der jeweiligen Kontinental-Meisterschaften sowie der Weltmeister und der Gastgeber. Daher ist das Teilnehmerfeld auch ziemlich kunterbunt: von Brasilien über Neuseeland bis Irak.
Unterschiedliche Erwartungen
Die Teams reisen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen ans Turnier. Während bei den Top-Teams wie Brasilien und Italien der Anlass traditionell auf wenig Gegenliebe stösst, da der Terminkalender sowieso schon voll ist, bedeutet das Turnier für Mannschaften wie die USA oder Ägypten eine gute Möglichkeit, um sich mit der Weltelite zu messen. Die Fussball-Zwerge Neuseeland und Irak sind sowieso bis in die Stollenspitzen motiviert.
Südafrika steht unter Druck
Den grössten Stellenwert hat das Turnier für Gastgeber Südafrika. Einerseits will das Land zeigen, dass es bereit ist, einen Anlass von solch gigantischer Dimension durchführen zu können. Die weltweiten Bedenken bezüglich Sicherheit und Organisation sind gross.
Andererseit will die «Bafana Bafana» (so der Spitzname der südafrikanischen Nationalmannschaft, auf deutsch: «die Jungs») beweisen, dass sie auf dem internationalen Parkett bereits konkurrenzfähig ist. Der Erwartungsdruck seitens der einheimischen Bevölkerung ist riesig.
Bafana Bafana sucht Form
Seit dem Ende der Apartheid anfangs der 90er Jahre und der Rückkehr zur Fifa-Familie (1992) galt Südafrika fussballerisch lange Zeit als schlafender Riese. 1996 feierte die Bafana Bafana den Gewinn der Afrika-Meisterschaft, und die heimische Premier Soccer League gehört zu den besten des Kontinents.
Aber die sportlichen Ergebnisse der Nationalmannschaft der letzten Jahre verleiten nicht gerade zu Euphorie. Zuletzt verpasste Südafrika gar die Qualifikation für den nächsten Afrika-Cup.