Al-Kadri musste vom Bürgerkrieg in Syrien fliehen WM-Schiri ist jetzt Flüchtling!

2006 Schiedsrichter an der Fussball-Weltmeisterschaft, heute bittet er den damaligen Austragungsort Deutschland um Asyl. Das ist die Geschichte von Hamdi Al-Kadri (51).

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Der damalige vierte Offizielle von drei WM-Spielen ist eines von vielen Opfern des Krieges in Syrien. Sein Haus in Damaskus ist zerbombt worden, nun lebt Al-Kadri mit seiner sechsköpfigen Familie in einer Flüchtlingsunterkunft in Bayern. Und obwohl der Platz in den zwei Zimmern spärlich ist, haben sie sich gut eingelebt. «Die Leute hier sind sehr nett. Das Schwerste ist, die Sprache zu lernen», sagt Al-Kadri zu «Focus Online».

Denn Deutsch spricht der 51-Jährige vor seiner Ankunft kein Wort. Seine 18-jährige Tochter hilft ihm im Alltag mit der Übersetzung. Ganz auf sich allein gestellt ist der Syrer hingegen auf dem Fussballfeld. Seine Leidenschaft für das Arbitrieren ist auch nach der Flucht aus seiner Heimat ungebrochen. In der Kreisklasse sorgt Al-Kadri auf dem Rasen für Recht und Ordnung. 

Definitiv ein Gewinn für die Amateurfussballer, denn der vierfache Familienvater bringt über 30 Jahre Referee-Erfahrung mit – gesammelt auf der ganzen Welt. In insgesamt 45 Ländern ist er als Mitglied des Schiedsrichter-Gespanns im Einsatz gestanden. 

Nachdem Al-Kadri durch die Konflikte im eigenen Land an den Rand seiner Existenz gedrängt worden ist, geht es für ihn in Deutschland wieder aufwärts. Dank seiner Arbeit als Schiedsrichter haben er und seine Familie eine Aufenthaltsbewilligung von mindestens drei Jahren erhalten. (aho/sag)

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 01.12.2016

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