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Argentinien muss bis zur letzten Minute um die WM-Qualifikation zittern. Erst in der 84. Minute des entscheidenden Spiels gegen Uruguay erzielen Maradonas Jungs das erlösende 0:1.
Doch in dieser Zeit hat sich bei den Gauchos viel Frust angesammelt. Maradona drohte bereits mit seinem Rücktritt, wegen all der Kritik, die er einstecken musste, wegen der vermeintlichen Intrigen, die geplant wurden.
Maradonas Rundumschlag
Nach der gelungenen Qualifikation holt der Coach nun zum Rundumschlag aus. An der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Uruguay schimpft er gegen die anwesenden Journalisten und Kritiker: Bei den Damen entschuldigt er sich für die Worte, die er gleich wählen sollte, und dann ruft er in die Runde: «Denjenigen, die nicht an mich geglaubt haben, sage ich: ‹Ihr könnt mir einen blasen!›»
Rumms, das sitzt!
Und Maradona gibt noch einen drauf. Als er auf das schwierige Verhältnis zu seinem Co-Trainer Carlos Bilardo angesprochen wird, wiederholt Maradona: «Blast mir einen – und macht weiter damit!»
Gekränkt und trotzig erklärt Maradona seine Wut auf die argentinische Presse: «Sie hat mich wie Dreck behandelt, aber trotzdem haben wir uns mit allen Ehren für die WM qualifiziert.»
Dann beginnt Diego zu weinen
«Die Hand Gottes» zeigt aber auch noch positive Gefühle. Er umarmt Bilardo lange, und beide beginnen zu weinen.
Das ist Maradona. Drama, Unberechenbarkeit, Emotionen. Die Fussballwelt kann sich freuen. Auf eine argentinische Nationalmannschaft in Südafrika und auf viele weitere Geschichten über Maradona. (sme)
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Nach der gelungenen Quali holt Diego Maradona zum Rundumschlag aus. (Keystone)