Scott Chipperfield (36) fährt sein Auto besoffen zu Schrott. Im SonntagsBlick erklärt die FCB-Legende, wie es zur gefährlichen Irrfahrt kommen konnte.
Das linke Vorderrad abgebrochen, der Wagen gegen den Bordstein geschleudert. Wir sehen den schwarzen Mitsubishi von FCB-Legende Scott Chipperfield. Es ist das tragische Ende einer feuchtfröhlichen Party-Nacht.
Freitagabend, 22 Uhr. Chipperfield hat eben mit seinem FC Aesch im Sechzehntelfinal des Basler Cups den SV Sissach 4:1 besiegt. Der Schweiz-Australier twittert: «Es wäre toll, wenn wir weiter gewinnen und im nächsten Jahr gegen den FC Basel spielen können.»
Das Team will den Triumph feiern und zieht weiter in die «Joker Bar» in Sissach. Dort ist Sommernachtsfest, es läuft Guggenmusik.
Das Bier kostet fünf Franken und die Stimmung ist ausgelassen. Chipperfield schreibt im Internet wieder an seine Fans: «Nette kleine Party hier.»
Dann der Unfall!
Um 2.45 Uhr findet die Polizei Chipperfields Auto im Industriequartier von Sissach. Neben der Autobahn H2 überfährt Chippi eine Verkehrsinsel, schlittert anschliessend auf die Gegenfahrbahn. Auf dem Mittelstreifen reissen die Reifen Schlangenlinien in den Rasen. Erst nach hundert Metern steht der Wagen endlich still.
Wie «20 Minuten online» berichtet, verlässt Chipperfield die Unfall-Szene zunächst, wird aber in unmittelbarer Nähe von einer zivilen Patrouille gestellt – mit 1,95 Promille im Blut.
Was war da los, Herr Chipperfield? Der erfolgreichste FCB-Spieler aller Zeiten (13 Titel) zu SonntagsBlick: «Ich wollte zu einem Freund fahren, der bei Basel wohnt. Wir hatten ein paar Drinks zu viel und ich hätte ein Taxi nehmen sollen. Es tut mir leid. Es war dämlich und ist nicht zu entschuldigen. Leider kann ich es jetzt nicht mehr ändern.»
Auf seinen Schutzengel kann sich Chipperfield trotzdem verlassen: «Zum Glück ist nur das Auto kaputt und sonst nichts passiert. Mir geht es gut, ich habe keine Verletzungen.»
Jetzt drohen Chippi harte Konsequenzen. Bei Vergehen bis zwei Promille ist neben drei Monaten Fahrverbot eine Busse von 60 Tagessätzen üblich – in Fällen ohne Unfall!
Weil der Ex-Profi nur noch als Amateur kickt, könnte die Geldstrafe trotzdem überschaubar bleiben. Wie hoch die Busse schlussendlich angesetzt wird, liegt jedoch im Ermessensspielraum des Gerichts.
| Platz | Mannschaft | SP | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Basel | 33 | 59:30 | 66 |
| 2 | GC | 33 | 41:30 | 60 |
| 3 | St. Gallen | 33 | 49:32 | 56 |
| 4 | Zürich | 33 | 54:42 | 49 |
| 5 | Sion | 33 | 36:49 | 45 |
| 6 | Thun | 33 | 41:42 | 44 |
| 7 | YB | 33 | 44:43 | 42 |
| 8 | Luzern | 33 | 35:46 | 36 |
| 9 | Lausanne | 33 | 25:47 | 27 |
| 10 | Servette | 33 | 28:51 | 26 |
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