Ludovic Magnin: «Ich bin erst Mensch, dann Fussballer»

  • Aktualisiert am 02.01.2012

Soll ein Profi-Sportler beim Spiel oder bei der Geburt dabei sein? Diego Benaglio hat sich für die zweite Variante entschieden. Wie machten es andere Fussballer?

Ludovic Magnin (31)

Ludovic Magnin (31), selbst dreifacher Vater, sagt: «Was auch immer wäre, ich würde stets bei meiner Frau Chantale sein. Ich bin ja in erster Linie Mensch und dann Fussballer. Ich verstehe Diego sehr gut. Und beim ersten Kind ist es noch spezieller.»

Als Gattin Chantale im Februar das dritte Kind erwartete und Magnin zur Vorbereitung mit dem FCZ im Tessin weilte, hütete Medienchef Giovanni Marti Magnins Handy. Es klingelte erst auf der Heimfahrt. Sein Teamkollege Xavier Margairaz wurde in der Nacht zum Heimspiel gegen Sion (31. Juli) Vater – nach der anstrengenden Nacht spielte er danach nicht.

GC-Trainer Ciriaco Sforza (40)

GC-Trainer Ciriaco Sforza (40): «Diego hätte doch den Kopf gar nicht bei der Sache.» Sforza, zweifacher Vater, weiss, wovon er spricht. Im Sommer 1996 spielte er mit Inter Mailand ein Freundschaftsspiel in Barcelona, als bei Gattin Nicole die Wehen einsetzten. Sforza flog nach Mailand zurück, raste mit dem Auto ins Spital nach Aarau. Er kam noch rechtzeitig, als sein Sohn Gian-Luca das Licht der Welt erblickte. Auch bei der Geburt von Tochter Luana spielte Sforza Geburtshelfer.

Luzern-Star Daniel Gygax (29)

Luzern-Star Daniel Gygax (29) wurde vorgestern erstmals Papi: «Ich habe mich mit Trainer Rolf Fringer vorgängig besprochen und abgemacht, dass ich an die Geburt meines Sohnes gehe.»

Samuel Inkoom (21)

Samuel Inkoom (21). Basels Verteidiger weilte mit Ghanas Nationalmannschaft am 26. Mai in London zur WM-Vorbereitung, als seine Partnerin Omega ihm Samuel junior gebar. Zu Gesicht bekam er ihn erst über einen Monat später, als Ghana im WM-Viertelfinale ausschied.

Omega war zwar traurig, sagte aber: «Er ist Fussball-Profi, und das ist sein Job. Er sorgt dafür, dass wir etwas zu essen auf dem Tisch haben.»

Ähnlich wie Inkoom gings während der WM 2010 Hollands Ersatz-Goalie Michel Vorm (26). Er reiste nicht zu seiner Frau nach Holland. Diese erzählte ihm über Skype im Internet von den Wehen. Sein Bruder berichtete ihm dann live von der Geburt über Handy. Als Vorm nach dem Final nach Hause kam, war der kleine Jaivy schon fast einen Monat alt.

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