Hoyzer gesperrt - neuer Verdacht

  • Publiziert: 10.02.2005

FRANKFURT - Vor zwei Wochen gab Schiri Robert Hoyzer erstmals Spielmanipulationen zu. Nun wurde er offiziell gesperrt; und wieder ist ein Spiel in Verdacht geraten.

Wegen «grob unsportlichen Verhaltens» hat das Sportgericht des deutschen Fussballbundes die Sperre gegen Robert Hoyzer mit sofortiger Wirkung ausgesprochen. Gestern hatte er erstmals vor dem Sportgericht Spielmanipulationen eingeräumt.

Unterdessen wurde auch bekannt, dass Hoyzer bereits vor mehr als einem Jahr Geld für eine Spielmanipulation geboten wurde. Er habe dieses Spiel jedoch nicht manipuliert, sagt der 25-jährige Referee.

Bei dem neu bekannten gewordenen Manipulationsangebot ging es laut «Bild» und «Süddeutscher Zeitung» um das Regionalligaspiel Chemnitzer FC gegen Sachsen Leipzig am 29. 11. 2003. Noch am Dienstagabend hatte Hoyzer bei Kerner erklärt, er habe erst vor einem dreiviertel Jahr mit den Manipulationen begonnen.

Hoyzers Anwalt Thomas Hermes, der laut dem Bericht zunächst nichts von dem Vorfall wusste, erklärte nach Rücksprache mit Hoyzer, dieser habe das Angebot bekommen, das Spiel zu verpfeifen: 3500 Euro für einen Sieg von Leipzig, 5000 Euro, wenn er einen Elfmeter geben werde. Bei Remis hätte es nichts gegeben. Trotzdem seien auf Hoyzers Konto 500 Euro wegen des Spielausgangs eingegangen.

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