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Treffen wir uns bei der Migrol-Tankstelle hinter dem Hardturm-Stadion», hatte der Zürcher seinem deutschen Kollegen vorgeschlagen. Der Ausländer kabbelte tags darauf aufgeregt zurück: «Das Hardturm-Stadion ist weg, die Tankstelle auch …»
Die 40 000 Autofahrer, die in Zürich täglich an der Stätte des einstigen Fussball-Tempels vorbeifahren, sehen nur Trümmer. Und keiner weiss, wie es weiter geht. Die Credit Suisse und die Stadt Zürich, die Trägerschaft des neuen Stadions, hüllen sich in Schweigen. Eine E-Mail-Anfrage von BLICK an die Medienstelle der CS blieb seit Montag unbeantwortet. Das Schweigen der Banker.
Im Dunkeln tappt man auch bei GC und dem FC Zürich, den Spitzenklubs, die ab 2013 im neuen fünfeckigen Stadion spielen wollen. Zur Erinnerung: Am 7. September 2003 hatte das Zürcher Stimmvolk mit 63,26 Prozent Ja zum neuen Fussball-Tempel gesagt.
Fünfeinhalb Jahre sind seitdem ins Land gezogen. Zwar fuhren am 4. Dezember 2008 im Hardturm die Bagger vor. Und am 28. Januar 2008 erteilte der Zürcher Regierungsrat der Trägerschaft auch die nötige Ausnahmebewilligung: Die Gebäudesohle des Stadions darf 75 cm unter dem Grundwasserspiegel sein. Grünes Licht für den Neubau. Nur: Passiert ist seither nichts mehr auf dem Trümmerfeld.
Wie weiter? Heinz Spross, Mäzen und Vorstandsmitglied von GC, gestern zu BLICK: «Ich hoffe nach wie vor, dass das Stadion kommt.»