Neuer Verdacht Hält sich die Wettmafia Spieler wie Sklaven?

Neuer Verdacht im europäischen Wettskandal! Die Wettmafia soll bewusst Spieler in Vereinen «parkiert» haben.

  • Publiziert: 24.11.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
play (Keystone)

Aus den Ermittlungsunterlagen der Bochumer Staatsanwaltschaft geht hervor, dass die mutmassliche Wettmafia gezielt Spieler bei Vereinen installiert hat.

Die Wettpaten schleusten ihre eigenen Spieler in die Teams ein. Dies berichtet die «Süddeutsche Zeitung». Spieler also, die wie Sklaven der Wettmafia gehalten werden.

Die mutmasslichen Täter konnten in ihrer Rolle als Spielervermittler locker Begegnungen manipulieren. Zudem soll die vermeintliche Wettmafia sogar Testspiele organisiert haben.

Betroffen davon ist gemäss der «Süddeutschen» der NK Travnik. Der Verein aus Bosnien-Herzegowina gastierte Mitte dieses Jahres für zwei Testspiele in der Schweiz, spielte gegen den FC Sion.

Die Walliser hatten 4:1 gewonnen, und «gedacht, ein gutes Spiel absolviert zu haben. Doch es scheint, als hätten uns die Bosnier absichtlich machen lassen», sagte Präsident Christian Constantin. Und auch das Spiel von Travnik gegen Xamax (2:3) sei absichtlich verloren worden.

Dass sich die vermutliche Wettmafia eigene Spieler hält und selbst Test-Partien organisiert, ist neu – und ein weiterer Skandal. Mit diesen Themen wird sich wohl auch die Uefa bei ihrem Krisentreffen am Mittwoch beschäftigen. (zbi)