GC verpokert sich bei Tarashaj Zweitligist jubelt über 320'000 Fr!

Dieser GC-Poker geht voll daneben: Statt 10'000 Franken einzusparen, müssen die Zürcher 320'000 Franken an ihren Ex-Spieler Marcel Cornioley (66) überweisen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Pleiten-Prämien und Fremdgeh-Pflicht Das sind die irrsten Klauseln der...
2 Das geht unter die Haut Schwester von Chape-Goalie trauert mit Tattoo...
3 Wilde Gerüchte um unseren Nati–Star Top-Klubs jagen Silvan Widmer!

Fussball

Raiffeisen Super League

Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 17 48:15 44
2 YB 17 39:22 32
3 Luzern 17 35:30 29
4 Sion 17 35:30 26
5 GC 17 26:32 21
6 St. Gallen 17 20:26 21
7 Lausanne 17 29:33 17
8 Lugano 17 23:35 17
9 Thun 17 21:31 16
10 Vaduz 17 20:42 15
teilen
teilen
20 shares
21 Kommentare
Fehler
Melden

Verrückt, aber wahr. Die unglaubliche Geschichte beginnt im Juli 2008. Das damals 13-jährige Talent Shani Tarashaj wechselt vom Zürcher Quartier-Klub Red Star zu GC. Bei der Transfervereinbarung lässt sich Tarashajs Stammklub ­einen Passus einbauen: Sollte der Sohn eines kosovarischen Parkettlegers dereinst zehn Spiele für die 1. Mannschaft von GC bestritten haben, würde Red Star eine Prämie von  20'000 Franken kassieren.

Was keiner ahnen kann: Die Summe wird bereits im April 2015 fällig. Beim 5:0-Sieg von GC in Sion kommt der damals knapp 20-jährige Tarashaj mit einem Acht-Minuten-Einsatz auf sein zehntes Meisterschaftsspiel für GC.

Marcel Cornioley (66), Präsident des Zweitligisten Red Star und Ex-Stürmer von GC, sucht das Gespräch mit dem damaligen GC-Sportchef Axel Thoma. Die Hopper stecken vor ­einem Jahr in einem finanziellen Engpass. Darum arbeitet Thoma einen kreativen Vorschlag aus.

Cornioley sagt gegenüber BLICK: «Man schlug uns vor, uns nur 10'000 Franken zu überweisen. Und dafür eine Beteiligung von 10 Prozent am nächsten Transfer zu erhalten.» Ex-Hopper Cornioley schlägt ein.

Was die Leute des Zweit­ligisten Red Star damals nicht ahnen können: In der Phase kurz nach den Wirren um Ex-Captain Vero Salatic (jetzt bei Sion) hat Sportchef Thoma vor, sich kurz- oder mittelfristig von allen Spielern zu trennen, die von Salatics Manager beraten werden. Einer von ihnen ist auch Tarashaj. Heisst: GC hatte nicht vor, mit Tarashaj zu verlängern. Er hätte ablösefrei den Klub wechseln können. Red Star wäre leer ausgegangen.

Es kommt aber alles anders. Ganz anders. Am 8. Mai 2015 wird Thoma freigestellt. Zwei Monate später setzt Trainer Pierluigi Tami bei Saisonbeginn voll auf ­Tarashaj.

Der bullige Stürmer schiesst 5 Tore in den ersten 5 Spielen, sein Vertrag wird verlängert. Und in der Winterpause kommts zum Millionen-Transfer. Premier-League-Klub Everton bezahlt geschätzte 4 Millionen Franken. Nach Abzug von Handgeld und Provisionen bekommt GC offenbar netto 3,2 Millionen Franken. 10 Prozent davon müssen die Zürcher nun ab­geben – macht sagenhafte 320'000 Franken für Red Star!

Cornioley: «Ja, diese Summe stimmt.» Wie hoch ist übrigens das Budget des Vereins aus der fünfthöchsten Liga? Cor­nioley: «In etwa 320'000. Unglaublich, genial, für uns ist das ­natürlich wie ein Sechser im Lotto.»

Bei der heutigen GC-Führung sieht man das natürlich anders. Sprechen will darüber auf BLICK-Anfrage keiner mehr.

Publiziert am 05.02.2016 | Aktualisiert am 05.02.2016

Neueste Videos

21 Kommentare
  • Marcello  Staub 05.02.2016
    Die 10 Prozent Abmachung dürfte GC nicht so gross wehtun. Bei einem Transfer ins Ausland partizipiert der Ausbildungsklub sowieso, also hätte Red Star auch ohne Abmachung einen Teil am Transfererlös erhalten. Siehe Blick Story vor einigen Monaten (FC Olten / Inler Transfer
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    05.02.2016
    Das zeigt einmal mehr, wie unprofessionell GC geführt wird. Axel Thoma hat jahrelang beim FC Wil einen sehr guten Job gemacht, weshalb er dann von GC geholt wurde. Wie andere bei GC wollte er dies weiterführen, was mit Sicherheit einigen in der Teppichetage nicht gepasst haben dürfte. Die vielen Personalabgänge dürften sich damit erklären. Nun hat man Ja-Sager geholt, mal schauen was geschieht.
    • D.  Schacher 05.02.2016
      Herr Rietmann, kümmern Sie sich doch um ihren FC Abtwil (SG)und lassen sie ihre zahlreichen an den Haaren herbeigezogenen Kommentare, sobald es um GCZ geht. Ihr hättet ja anstelle von Stübi den Thoma engagieren können, wenn ihr so viel von ihm haltet. Würde mich mal interessieren, woher sie ihr "fundiertes" Wissen haben wollen.
    • Michael  Berger aus St. Gallen
      05.02.2016
      Thoma hat bei GC keine guten Job gemacht. Sieht man u.a. an diesem dummen 10 Prozent Deal. Jeder in meiner Firma ist besser. Sogar die Lagermitarbeiter und Toilettenputzer wissen, dass man in solchen Deals Klauseln einbaut. Z.B. Wir zahlen jetzt 10000 statt 20000 dafür erhält ihr dann 10 Prozent Transfererlös, maximal jedoch 50000 Fr. Wirklich absolut dämlich was der bei GC geboten hat der Thoma.
  • Juri  Gniom aus Aarau
    05.02.2016
    Herrliche Story - und sie zeigt auf, was ein waschechtes Eigentor ist. Red Star hat, dank vermeintlicher Bauernschlauheit der GC Protagonisten, ein Jahresbudget erhalten. Ist das nicht toll? Danke Herr Thoma und an alle, die ihm die Kompetenzen gegeben haben!
  • Patrick   Müller 05.02.2016
    Hä? Ich glaube GC kann sich freuen, dass nun 3.6 Moi. mehr aufs Konto geflossen ist, als wenn man ihn hätte einfach gehen lassen. Und GC hat zu dieser Zeit jeden Franken benötigt...also denke ich mal, ist das eine absolute Win-Win-Situation.
  • Herrmann  Baggenstoss aus sins
    05.02.2016
    Anstatt Ablösefrei für 3.2 Mio verkauft! 3.2 Mio - 320000 = 2.88 Mio Netto...anstatt 0.0! So sclecht verhandelt ist das gar nicht!