Für Häberli zieht Kuno Lauener kurze Hosen an

  • Publiziert: 25.08.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Micha Zbinden

BERN - Am 9. Oktober wird Thomas Häberli bei YB mit einem Abschiedsspiel würdig verabschiedet. Gut möglich, dass sich Züri-West-Sänger Kuno Lauener beim Kultstürmer revanchieren wird.

«Ich freue mich extrem auf mein Abschiedsspiel», sagt Thomas Häberli. Schon bald, exakt am 9. Oktober um 18.45 Uhr, wird es so weit sein: Vor dem Test zwischen YB und Schalke steht «Häbigoal» mit einem eigenen Team, den «Häberli & Friends», gegen eine Berner Auswahl im Einsatz.

Die YB-Verantwortlichen schenken Häberli diese Partie, damit er sich bei den Berner Fans würdig verabschieden kann. Schliesslich steht der 35-Jährige nach wie vor hoch in deren Gunst.

Und Häberli bastelt eifrig an seinen «Friends». Die Vorfreude ist zu spüren. «Stéphane Chapuisat, Joël Descloux, Joël Magnin, André Niederhäuser und die Kehrli-Brothers sind dabei», verrät Häberli. Alles Spieler, die er schätzt und die ihn in seiner Karriere begleitet haben.

Es soll aber noch besser kommen: Man kann nämlich davon ausgehen, dass auch Züri-West-Sänger Kuno Lauener, ein langjähriger und bekennender YB-Fan, in Häberlis Team mitkicken wird. «Das ist möglich, aber noch nicht bestätigt», sagt Häberli lachend.

Einem Einsatz von Lauener in kurzen Hosen steht nichts im Weg. Schliesslich muss sich der Züri-West-Frontmann bei Häberli für sein Ständchen im März 2008 noch revanchieren.

Wir erinnern uns: Zum 110-Jahr-Jubiläum der Young Boys traten die Musiker von «Züri West» unter dem Namen «The Häberlis» auf. Und «Häbi» selbst sorgte damals für den Höhepunkt: Nachdem er sich mit ein paar Bieren Mut angetrunken hatte, sang er beim letzten Song in voller Fussballermontur mit. Zur grossen Freude der vielen Fans – und von Kuno Lauener. Wetten, dass es eine Revanche gibt?

Karriere

Im Sommer musste Thomas Häberli die Young Boys trotz laufenden Vertrags überraschend verlassen. Doch weshalb hat der 35-Jährige seine Karriere nicht bei einem anderen Verein fortgesetzt? Häberli: «Ich wollte nur noch um einen Titel oder um den Aufstieg spielen. Für mich hat der Zeitpunkt gestimmt.»

Häberli lehnte Angebote mehrerer Klubs aus der Super League (Luzern, Aarau) ab, trainiert jetzt den 3.-Liga-Verein von Perlen-Buchrain. «Leider ging das erste Saisonspiel mit 2:3 verloren. Kurz vor Schluss hab ich mich noch selbst eingewechselt, doch es hat nichts mehr gebracht», sagt Häberli.

Der Kultfussballer übernimmt neben dem Traineramt in der 3. Liga bei YB unter der Woche Scouting-Aufgaben und steht auch beim SFV als Trainer unter Vertrag.

Häberli wohnt mit seiner Familie in Ballwil neben dem Bauernhof seiner Eltern. Mitten im Dorf liess er kürzlich einen Fussballplatz hinstellen. Häberli: «Jetzt können die Kinder auf einem schönen Rasen Fussball spielen. Der Ball rollt jetzt besser.»