Frauen sollen pfeifen - aber nur bei Frauen

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • Von Kubilay Türkyilmaz

Eines vorweg: Frauen sind für mich in vielen Lebensbereichen das starke Geschlecht. Ich habe weder prinzipiell etwas gegen sie noch bin ich gegen die Gleichberechtigung. Aber als Schiedsrichter im Männerfussball sind sie definitiv am falschen Ort. Sorry.

Ich zweifle zwar nicht an ihrem Sachverstand oder an ihren technischen Fähigkeiten, aber physisch bewegen sie sich logischerweise auf einem tieferen Niveau. Rein tempomässig und konditionell sind sie deshalb im Spitzenfussball überfordert.

Gerade Petignat machte mit ihrem Auftreten dieses biologische Faktum deutlich. Ich hatte bei ihr immer das Gefühl, sie wolle mit theatralischer Gestik und übertriebener Kommunikation einen gewissen Komplex kaschieren und sich auf gekünstelte Weise Respekt verschaffen. Damit bewirkte sie aber genau das Gegenteil. Denn die Spieler brachten für dieses hektische Auftreten kein Verständnis auf und akzeptierten Petignat nie wirklich.

Auch das Argument, weibliche Präsenz auf einem Fussballfeld verleite die Spieler zu anständigeren und zurückhaltenderen Umgangsformen, überzeugt mich nicht. Denn Gentlemanqualitäten sind auf dem Fussballplatz nicht gefragt. Soviel ich weiss, spielte Knigge nie Fussball.

Meine Meinung ist deshalb klar: Männer sollen bei den Männern pfeifen und Frauen bei den Frauen.

Das Schweizer Schiedsrichterproblem auf Petignat zu reduzieren, wäre aber definitiv zu billig. Denn auch bei den männlichen Referees in der Super League ist die Überforderung in der Regel grösser als die Souveränität. Den meisten gehen Fingerspitzengefühl und natürliche Autorität abhanden. Die Ausnahme, welche die Regel bestätigt, heisst Massimo Busacca. Für mich ist er der einzige Schweizer Schiedsrichter, der höheren internationalen Ansprüchen genügt.

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Danke für die zahlreichen Meinungen.
«Kubi» während seiner Aktivzeit in der Nati. Türkyilmaz und Alex Frei (r.) albern herum. Jetzt schreibt Kubi exklusiv für BLICK.- Keystone

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