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Sieben Schweizer standen bisher in total zehn Europacup-Finals. Heute Abend wird Pascal Zuberbühler der achte sein (ab 20.45 Uhr live im Ticker auf Blick.ch). Auch wenn der 39-Jährige für Fulham nur auf der Bank Platz nimmt. Er steht damit nicht allein.
Ciri Sforza erlebte 2001 den Champions-League-Triumph seiner Bayern gegen Valencia (5:4 n. P.) von der Bank aus, ebenso wie fünf Jahre später Philippe Senderos die 2:1-Pleite Arsenals gegen Barcelona.
Zunächst dauerte es aber fast 30 jahre, ehe erstmals ein Schweizer in die Nähe eines europäischen Pokals kam. 1982 erreichte René Botteron mit den Belgiern von Standard Lüttlich den Final des damaligen Cupsieger-Cups. Der 65-fache Internationale aus dem Zigerschlitz war in den frühen 80er Jahren einer der ersten Schweizer Legionäre, die sich auch in der Bundesliga (Köln, Nürnberg) durchsetzen konnten. Den Final mit dem belgischen Cupsieger verlor der Mittelfeldspieler aber im Camp Nou gegen Barcelona 1:2.
Danach musste die Fussballschweiz weitere elf Jahre auf den nächsten Finaleinsatz warten. Auch Stéphane Chapuisat verlor allerdings mit Borussia Dortmund 1993 den Uefa-Cup-Final gegen Juventus Turin. Es war dann Ciri Sforza vorbehalten, den ersten Kübel in die Schweiz zu bringen. Der Aargauer gewann 1996 mit Bayern München den Uefa-Cup-Final.
Sforza ist mit insgesamt drei Finals der erfolgreichste Schweizer. Neben dem auf der Bank erlebten Champions-League-Triumph der Bayern 2001 verlor er 1997 den Uefa-Cup-Final im Penaltyschiessen mit Inter Mailand gegen Schalke.
Der grösste Europacup-Moment aus Schweizer Sicht ist deshalb Stéphane Chapuisats 3:1 mit Borussia Dortmund (unter Trainer Ottmar Hitzfeld) im 1997er-Final im Münchner Olympiastadion. Die Revanche an der vier Jahre zuvor erfolgreichen Juve – diesmal aber in der Champions League.
Meist standen Schweizer allerdings auf der Verliererseite. So Murat Yakin 1998 mit dem VfB Stuttgart im Cupsieger-Cup (0:1 gegen Chelsea). Oder Fabio Celestini 2004 im Uefa-Cup mit Marseille (0:2 gegen Valencia). Oder eben Senderos mit Arsenal.
Zubi wird sich deshalb eher an Stéphane Henchoz orientieren. Auch der Fribourger stand mit einer englischen Mannschaft im Final des Uefa-Cups – des Vorgänger-Wettbewerbs der Europa League. Henchoz gewann 2001 mit Liverpool einen dramatischen Final im Dortmunder Westfalen-Stadion: 5:4 nach Verlängerung gegen die überraschenden Spanier von Deportivo Alavés.
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Bereit für den Final – Zubi als Ersatzgoalie, Goalietrainer, gute Seele im Team von Fulham. (Keystone)