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Gestern um 18.58 Uhr passiert das Unfassbare: Während Captain Silvan Aegerter seinen FCZ zum Europa-League-Knaller gegen Lazio Rom auf den Rasen führt, brennen die FCZ-Anhänger in ihrem Sektor ein Feuerwerk ab.
Die Fans sind unter einer Rauchdecke versteckt, kaum mehr zu erkennen. Es brennt. Die Lazio-Fans schreien: «Vaffanculo Zurigo!» Diese antworten mit Knallkörpern. Lassen im Abstand von rund 10 Sekunden vier «Böller» ab. Ohrenbetäubend laut! Neutrale Zuschauer reiben sich ungläubig die Augen, fragen sich: «Wie bringen diese Leute solche Petarden ins Stadion?»
Das Ganze dauert gut eine Minute und hat fatale Folgen. Einer der Feuerwerkskörper geht zu früh ab und explodiert in der Hand eines Chaoten. Mit einer solchen Wucht, dass es dem Zürcher die Hand zerfetzt. Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger sprengt es weg. Sanitäter vor Ort versuchen danach, die Blutung zu stoppen – es gelingt ihnen mehr schlecht denn recht.
Die Person, die neben dem Petardenwerfer steht, erleidet schwerste Verbrennungen am Unterarm.
FCZ-Bickel schockiert
Nur einen Monat nach dem Skandal-Derby im Letzigrund, als FCZ-Chaoten Petarden in den GC-Fanblock warfen, jetzt der nächste Skandal. In einem europäischen Wettbewerb.
Nur diesmal verletzen die Zürcher Krawallbrüder sich selber. Und schädigen einmal mehr den FCZ. Sportchef Fredy Bickel nervt sich gewaltig: «Es ist ja abartig. Dass man immer wieder so eine Scheisse baut. Einfach unverständlich! Wie weich muss man sein, dass man so unbelehrbar ist!»
Der FCZ wird für diese riesengrosse Dummheit einzelner Chaoten mit Sicherheit von der Uefa zur Kasse gebeten. «Pyros sind ungefährlich, wir haben alles im Griff»: Dieses Haupt-argument der Fans gegen ein Pyro-Verbot tönt spätestens seit gestern wie blanker Hohn.