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Michel Platini (r.) im Training mit Teamkollege Marquinhos von ZSKA Sofia. (Keystone)
Als der kleine Bub am 8. September 1983 in Minas Gerais (Brasilien) das Licht der Welt erblickt, ahnt noch niemand, dass er mal in Europas Fussballstadien für Furore sorgen wird. Nur eine Sache ist für den frischgebackenen Papi klar: Sein Sohn bekommt einen ganz besonderen Namen – Michel Platini Ferreira Mesquita!
26 Jahre später wird der brasilianische Platini beim Europa-League-Spiel von ZSKA Sofia gegen Fulham eingewechselt. Drei Minuten danach macht er das 1:0. Seitdem ist der Mann mit dem grossen Namen in der bulgarischen Hauptstadt Kult.
Morgen zittert der FC Basel vor Michel Platini. Trainer Thorsten Fink: «Er ist ein guter Spieler, schnell und kopfballstark. Aber so gut wie der richtige Platini ist er hoffentlich nicht.»
«Mein Vater war ein grosser Fan von Platini»
Warum heisst der Brasilianer so? «Meine Eltern haben mich so getauft, weil mein Vater ein grosser Fan von Michel Platini war», erzählt der Namensvetter des französischen Weltstars. Und fügt an: «Ich bin stolz, diesen Namen zu tragen.»
Im vergangenen Sommer verpflichtet der 31-fache bulgarische Meister ZSKA Sofia den Offensiv-Allrounder vom Liga-Konkurrenten Tschernomorez Burgas. Trainer dort ist Bulgariens Legende Krassimir Balakov. Er sagt über Platini: «Ein Mann für die Bundesliga.»
So weit ist es aber noch nicht. Und auch ein Blick auf die bisherige Karriere von Platini hat wenig mit dem Glanz und Glamour des heutigen Uefa-Präsidenten gemeinsam.
«Ich bin stolz, diesen Namen zu tragen»
Immerhin ist der «falsche» Platini schon ganz schön rumgekommen. Bisher kickte er beim brasilianischen Klub Araguaina, in China bei South China, beim ungarischen Klub Tatabanya und in Portugal bei Estrella Amadora.
Der Durchbruch gelingt ihm unter Balakov bei Burgas, wo er letzte Saison zehn Treffer in 26 Spielen erzielt. Bei ZSKA besitzt er einen Dreijahres-Vertrag und kann für eine Million Euro ins Ausland wechseln.
Vielleicht hilft ihm dabei ausgerechnet der echte Michel Platini. Der hat tatsächlich schon Kontakt zu seinem Namensvetter aufgenommen. Die beiden schreiben sich E-Mails. Der Uefa-Präsident will den Brasilianer unbedingt kennenlernen. Vielleicht sehen sie sich ja schon morgen im Stadion.
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Der «alte» Platini. (RDB)