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UEFA Europa League, Qualifikation
FC Luzern
vs.
KRC Genk
Beginn: 23.08.2012 19:30 Uhr

FCL bei 2:1-Sieg gegen Genk kaum wiederzuerkennen Komornicki: «Ich bin nicht an allem Schuld»

Unter Ryszard «Koko» Komornicki holt der FCL den ersten Sieg der Saison: Aber «Koko» warnt: «Gewonnen ist noch nichts.»

  • Publiziert: 23.08.2012, Aktualisiert: 24.08.2012
  • Von Martin Arn und Michel Wettstein
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Die Erleichterung in Luzern ist greifbar: Im 7. Spiel der Saison resultiert endlich der erste Dreier. Und dies ausgerechnet in der Europa League gegen die favorisierten Belgier aus Genk.

Der Trainerwechsel von Murat Yakin zu Ryszard «Koko» Komornicki zeigt Wirkung: Das Team tritt bissig und mit viel Zug nach vorne auf. Nachdem man zuletzt immer früh in Rückstand geraten war, sind es diesmal die Luzerner, die vorlegen: Dimitar Rangelov, der bisher wie ein Fremdkörper im Angriff wirkte, trifft schon nach 7 Minuten.

Nur kurz fällt der FCL in alte Gewohnheiten zurück: Fünf Minuten nach dem Führungstreffer kann Thomas Buffel unbedrängt zur Mitte passen. Dort reagiert Jelle Vossen schneller als Stahel: 1:1. Was für eine kalte Dusche!

Aber die Luzerner kämpfen unbeirrt weiter. Es gelingt zwar längst nicht alles, aber der Wille zur Wiedergutmachung ist in jeder Aktion zu spüren. In der 71. Minute schiesst Adrian Winter das überfällige 2:1.

Goalie Zibung nach dem Spiel: «Dieses Spiel hat mehr Freude gemacht als die sechs vorherigen.» Als sich die Mannschaft nach dem Spiel vom Publikum feiern liess, habe er Hühnerhaut gehabt, sagt Zibung: «Es ist schön, können wir den Fans etwas zurückgeben.»

Alain Wiss sagt, es sei nach der Trainerentlassung ein Ruck durchs Team gegangen: «Jeder wollte sich beim neuen Coach aufdrängen. Er hat uns super eingestellt.»

Florian Stahel geht noch einen Schritt weiter: «Das war ein erster Schritt aus der Krise.»

FCL-Trainer «Koko» Komornicki: «Der Sieg war wichtig. In der 1. Halbzeit waren wir wirklich gut, haben fast zu offensiv gespielt. Wir haben mit Herz und Entschlossenheit gekämpft. Das hat mir gefallen.»

Aber «Koko» tritt gleich auf die Euphorie-Bremse: «Am Sonntag gegen Servette kommt der nächste Test, danach das Rückspiel in Genk. Gewonnen ist noch gar nichts.»

Genk-Trainer Mario Been dagegen geht hart ins Gericht mit seinem Team: «Wir waren schwach, viel zu ängstlich!»

Luzern - Genk 2:1 (1:1)

Swissporarena. - 8217 Zuschauer. - SR Damato (It)

Tore: 7. Rangelov (Gygax) 1:0. 12. Vossen (Buffel) 1:1. 71. Winter (Lezcano) 2:1

Luzern: Zibung; Sarr, Stahel, Puljic, Lustenberger; Wiss, Muntwiler; Winter (93. Hochstrasser), Lezcano (82. Kryeziu), Gygax; Rangelov

Genk: Köteles; Fernandez, Anele, Nadson, Tshimanga; Buffel (84. Ugoala), Hyland, Gorius (46. Koulibaly), Joseph-Monrose (84. Limbombe); Vossen, Benteke

Bemerkungen: Luzern ohne Renggli und Sorgic, Genk ohne Ayub, Barda, Joneleit, Simaeys (alle verletzt). 18. Freistoss von Rangelov an die Latte. 26. Tor von Rangelov aberkannt (Offside). 74. Pfostenschuss von Benteke. Verwarnungen: 71. Vossen (Foul). 77. Lezcano (Foul). 87. Stahel (Foul).