Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft trifft in der Qualifikation zur EM 2012 in Polen und der Ukraine auf folgende Gegner: England, Bulgarien, Wales und Montenegro.
Am Sonntagmittag blickte ganz Fussball-Europa nach Polen, wo im Warschauer Kulturpalast die Gruppen zur EM-Qualifikation gezogen wurden. Ein Schweizer leitete die Zeremonie: Uefa-Generalsekretär Gianni Infantini. Das nützte wenig: Die Nati wird der schwierigen Gruppe H zugeteilt.
Als Welt-Nummer 18 wird die Schweiz aus Topf 2 einer der drei 5er-Gruppen zugelost. Aus Topf 1 kommt Fabio Capellos England – sicherlich der härteste Gegner im Kampf um den Gruppensieg.
Harter Kampf um zweiten Gruppenrang
Um Gruppenzweiter zu werden (und sich die Teilnahme an der Barrage zu sichern), muss die Nati Bulgarien, Wales und Montenegro hinter sich lassen – eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe.
Ausgelost wurden 9 Qualifikationsgruppen: 6 Gruppen (A bis F) à 6 Mannschaften und 3 (G bis I) mit je 5 Teams.
Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld wäre bei Erreichen der Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine erst der dritte Coach nach Roy Hodgson und Köbi Kuhn, der die Schweiz zweimal in Folge an eine Endrunde bringt. Es wäre im 12. Anlauf erst die dritte Qualifikation nach 1996 und 2004. 2008 waren wir als Co-Ausrichter gesetzt. (ds)
Letzte EM mit 16 Teams
Für die EM 2012 sind noch 14 Plätze zu vergeben – Polen und die Ukraine sind als Gastgeber qualifiziert.
Die neun Gruppensieger qualifizieren sich ebenso automatisch für die Endrunde wie der beste Gruppenzweite. Die acht weiteren Zweiten ermitteln die restlichen vier Turnierteilnehmer in einer Barrage im November 2011.
An der Euro 2016 werden dann 24 Teams am Start sein.
Hitzfeld zur Auslosung
«Wir sind in eine interessante Gruppe mit verschiedenen Mentalitäten und Spielsystemen gelost worden. England ist natürlich klarer Favorit, aber wir wollen um den Gruppensieg spielen und uns nicht via Barrage qualifizieren müssen. Auslosungen sind nie ein Wunschkonzert, doch es hätte schlimmer kommen können für uns. Ich bin mit der Fünfergruppe nicht unzufrieden.»
Gruppe G
England
Schweiz
Bulgarien
Wales
Montenegro
Gruppe A
Deutschland
Türkei
Österreich
Belgien
Kasachstan
Aserbaidschan
Gruppe B
Russland
Slowakei
Irland
Mazedonien
Armenien
Andorra
Gruppe C
Italien
Serbien
Nordirland
Slowenien
Estland
Färöer Inseln
Gruppe D
Frankreich
Rumänien
Bosnien
Weissrussland
Albanien
Luxemburg
Gruppe E
Holland
Schweden
Finnland
Ungarn
Moldawien
San Marino
Gruppe F
Kroatien
Griechenland
Israel
Lettland
Georgien
Malta
Gruppe H
Portugal
Dänemark
Norwegen
Zypern
Island