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Der Nationalcoach rechnet damit, dass aus der «welschen Vogel-Fraktion» der eine oder andere sich mit ihrem Intimus solidarisch erklären und aus der Nati zurücktreten werden.
Kuhn: «Es ist jedem selber überlassen, wie er darauf reagiert. Ich würde natürlich bedauern, wenn beispielsweise Patrick Müller, der ein enger Kollege von Johann Vogel ist, einen solchen Schritt tun würde. Ich erwarte aber von jedem Spieler, dass er sich bei mir meldet, wenn er sich nicht mehr hundertprozentig ins Team einbringen kann.»
Der Entscheid von Kuhn rund 15 Monate vor dem Beginn der EM-Endrunde in der Schweiz und Österreich erinnert an frühere Vorfälle. Unmittelbar nach seiner Amtsübernahme hatte Kuhn die drei Stammspieler Stéphane Henchoz, Stéphane Chapuisat und Ciriaco Sforza auf die Ersatzbank gesetzt. Henchoz und Chapuisat kehrten bald wieder zurück, auf Sforza hatte der Coach danach verzichtet.
Noch einschneidender war der Entscheid von Nationalcoach Artur Jorge unmittelbar vor der EM-Endrunde 1996 in England, als der Portugiese Spielmacher Alain Sutter und Topskorer Adrian Knup aus dem Aufgebot kippte.
Wichtig für Köbi Kuhn ist, dass an der EM im nächsten Jahr die bestmöglichste Mannschaft auflaufen wird. «Leider war der Teamgeist in den letzten Spielen gegen Österreich, Brasilien und Deutschland unser grosses Manko. Und dabei müsste eben gerade der Teamgeist unsere grosse Stärke sein. Zwistigkeiten unter den Spielern kann ich nur eine kurze Weile akzeptieren.»
Der Konflikt zwischen Vogel-Fraktion und Frei-Gruppe dauerte ihm nun zu lange.