Zäune und Zahlen zur Euro

  • Publiziert: 27.05.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

ZÜRICH – Bei brütender Hitze mechen die Mannen in Zürich an der riesigen Fanzone herum. Einige Tausend Zuschauer können dort mitfiebern und viel Geld liegen lassen. Auch sonst gibts erstaunliche zahlen rund um die Euro.

Die Euro 08 ist ein veritables Grossereignis: 368 Fussballspieler kämpfen in 16 Mannschaften um den begehrten Titel. Sie werden von rund 1,4 Millionen Fans begleitet. Dazu kommen all die fussballverrückten Schweizer, die unsere Nati anfeuern wollen.

Da die Stadien viel zu wenig Platz bieten, buhlen zahlreiche Fanzonen um die Fussballfans. In Zürich laufen derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren. Bis am Sonntag gastierte noch der Zirkus Knie auf der Sechseläutenwiese. Jetzt turnen schon die Gerüstbauer auf dem Platz herum.

Dort und in den andern so genannten Public Viewing Zonen werden die Besucher einiges Geld ausgeben. Zusammen mit den weiteren Ausgaben für die Fussballreise in die Schweiz kommte ein hübsches Sümmchen zusammen.

Gemäss Hochrechnungen belaufen sich die maximalen Einnahmen in der Schweiz aber «nur» auf 1,4 Milliarden Franken.

Im Vergleich dazu verdient die Uefa als Veranstalter wesentlich mehr: Geschätzte zwei Milliarden Franken fliessen in die Kassen des Europäischen Fussballverbands. Der Grossteil davon ist für den in der Schweiz ansässigen Verband übrigens Steuerfrei. Weil es sich bei der Uefa um einen gemeinnützigen Verein handelt. (zum)

Kuriose Euro-Splitter

Die Uefa hat eine Ticket-Verlosung der Basler SP verboten. 35 Kantonsparlamentarier wollen ihre Tickets ans Volk weitergeben. Für die Uefa ist dies Parteienwerbung, deshalb dürfen die Politiker die Tickets nicht verlosen. Uefa-Präsident Michel Platini wehrt sich gegen die Vermischung von Politik und Sport. Jetzt werden die Tickets durch die Stadt Basel an Fans verlost.

Die heikle Frage, in welcher Sprache die Spiele der Euro 08 in der UBS Arena in Biel übertragen werden sollen, ist gelöst. In der zweisprachigen Stadt werden die Spiele Frankreichs auf französisch, diejenigen Deutschlands auf deutsch gezeigt. Alle anderen Partien sollen in der jeweils vom Publikum gewünschten Sprache übertragen werden.

Hobby-Fussballer leben gefährlich: Allein 2005 verletzten sich rund 37000 Freizeitkicker bei ihrem Lieblingssport, wie die Suva mitteilte. Die daraus entstandenen Kosten beliefen sich auf rund 124 Millionen Franken.

Noch mehr Zahlen:

1,05 M8illionen Tickets für die Matches wurden ausgestellt
13000 Soldaten leisten in der Schweiz EM-Dienst
10000 Journalisten sind für die Euro 08 akkreditiert
3800 Extrazüge setzt die SBB ein
82,5 Millionen zahlt der Bund an die Euro 08

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Richten Sie bei sich zuhause ein Stadion ein? Baut Ihr Verein eine Fanzone? Senden Sie uns Bilder Ihrer ganz persönlichen Euro 08! Mitmachen ist ganz einfach:

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