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Es entwickelte sich schnell eine abwechslungsreiche Partie, in der auf beiden Seiten gefährliche Torszenen beobachtet werden konnten. Sowohl Zuberbühler, der sein Abschiedspiel von Köbi Kuhn erhielt, als auch Ricardo hatten alle Hände voll zu tun. Die Schweiz musste auch das Glück beanspruchen. Bereits nach 15 Minuten hatte der Schiedsrichter ein klares Foulspiel im Strafraum von Lichtsteiner an Nani nicht geahndet.
Licht und Schatten
Doch neben dem Licht auf Seiten der Schweizer gab es auch Schatten. So leistete sich Lichtsteiner erst einen groben Schnitzer. Senderos musste für seinen Kollegen gegen Postiga retten.
Danach offenbarte Vonlanthen das wohl grösste Manko der Schweizer. Miguel leistete sich einen katastrophalen Fehler und servierte Vonlanthen den Führungstreffer beinah auf dem Silbertablett. Mehr als ein harmloses Weitschüsschen schaute aber nicht heraus. Besser machte es Yakin bei seinem Kopfball in der 32. Minute. Einzig Ricardo verhinderte mit einer Glanztat den Torerfolg.
Lichtsteiner erneut im Mittelpunkt
Danach der bisher grösste Schreckmoment für die Schweizer Fans. Hauptakteur war erneut Lichtsteiner. Er hatte eine Abseitsposition von Postiga aufgehoben. Der schob ohne Probleme ein, ohne jedoch zu jubeln. Schiedsrichter Plautz hatte die Partie wegen Offsides bereits abgepfiffen – eindeutig zu Unrecht.
Portugiesische Aluminium-Könige
Die zweite Halbzeit fuhr fort, wie die erste aufgehört hatte und bot Torszenen auf beiden Seiten. Erst sorgte Behrami für Wirbel im Sechzehner, die daraus resultierende Flanke Lichtsteiners pflückte sich aber Ricardo knapp vor Derdiyok. Im Gegenzug erwischte Lichtsteiner einen Steilpass von Veloso nicht, Nani tauchte allein vor Zuberbühler auf, traf aber nur den Pfosten. Es war bereits der siebte portugiesische Aluminium-Treffer des Turniers.
Die Schweiz wurde nun aber stärker. Inler setzte sich auf der linken Seite durch. Sein scharfer Pass in die Mitte fand den Fuss von Barnetta, der die Führung mit seinem ersten Ballkontakt nur knapp verpasste.
Inler drehte auf
Nur wenige Minuten später war es erneut Inler, der aufhorchen liess. Nach dem zwei Schüsse Behramis den Weg durch die vielen Beine im Strafraum nicht fanden, landete der Ball beim Udinese-Söldner. Kompromisslos zog Inler ab und streifte mit seinem Gewaltsschuss den Pfosten.
Yakin Held der Schweizer
Nach etwas mehr als 70 Minuten zahlten sich die offensiven Bemühungen der Schweizer endlich aus. Derdiyok liess eine Flanke für Yakin abtropfen. Der tauchte allein vor Ricardo auf und erzielte seinen zweiten Treffer des Turniers. Die Schweiz führte 1:0
Und es kam noch besser für unsere Nati. In der 82. Minute hatte Barnetta gegen Meira einen Penalty für die Schweiz herausgeholt. Yakin trat an und verwandelte souverän. Von insgesamt fünf Treffern der Schweizer an einer EM-Endrunde, hat Hakan Yakin drei erzielt.
Versöhnlicher Abschluss
Nach einer intensiven Partie kann die Schweiz erhobenen Hauptes die «Heimreise» antreten. Mit einem Sieg und drei Toren spielte die Mannschaft die erfolgreichste EM aller Zeiten. Bisher hatten je ein Punkt und ein Tor herausgeschaut. Ein versöhnlicher Abschluss auch für Köbi Kuhn, der heute seine letzte Partie als Coach der Schweizer bestritt.
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Zusammen mit Frei feiert er seinen Rekord. (BLICK Sport)