
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Der Sevilla-Söldner war schon lange umstritten in der Nationalmannschaft, in der sich schon seit längerem ein Rötschtigraben entwickelt hat: Eine Gruppe hängte sich an «Leithammel» Vogel, die andere um Topskorer Alex Frei.
Höhepunkt war die Carfahrt bei der WM im letzten Sommer nach dem Achtelfinalout im Penaltyschiessen gegen die Ukraine. Captain Vogel, der sich geweigert hatte, einen Elfmeter zu schiessen, soll im Bus lautstark die Penalty-Fehlschützen zusammengestaucht haben.
In den letzten Testspielen wurde immer deutlicher, dass die Chemie in der Nationalmannschaft nicht mehr stimmt. Auch Coach Köbi Kuhn gerät 15 Monate vor der Euro 08 immer mehr unter Druck. Am 20. März fliegt die Nati zu einem Trainingscamp nach Florida, wo sie am 22. und 25. zwei Länderspiele gegen Jamaika und Kolumbien bestreitet.
Nun hat Köbi gehandelt: Er will mit dieser spektakulären Massnahme (er musterte auch schon Henchoz, Chapuisat und den heutigen Luzern-Trainer Ciri Sforza aus) den Teamgeist stärken.
«Ich stellte fest, dass die Chemie nicht nur ausserhalb des Spielfeldes, sondern auch auf dem Platz seit längerem nicht mehr stimmt. Ich musste jetzt einen Schnitt machen, denn die Einheit war nicht mehr da. Und nur mit einer starken Einheit können wir gegen grosse Gegner bestehen. Wir haben uns in den letzten Spielen damit selber geschwächt.»
Köbi Kuhn informierte Vogel am Mittwochabend telefonisch über seinen Entscheid, den er ganz alleine und ohne Kontakt mit anderen Teamspielern getroffen habe. Vogel habe sehr emotional reagiert. Aufgrund dieser Reaktion sieht Kuhn kaum noch eine Möglichkeit, dass der Betis-Söldner nochmals in die Nationalmannschaft zurückkehren wird.
Der 8. März – ein «historischer» Tag für Johann: Heute vor genau 12 Jahren bestritt der Söldner von Betis Sevilla sein erstes Länderspiel. Der 8. März ist aber auch der Tag seines Rauswurfes – und zuguterletzt auch noch sein Geburtstag!