Uefa diktiert Dresscode in Fanzonen!

  • Publiziert: 07.05.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

ZÜRICH – Wird es am Eingang zur EM-Fanzone am Zürcher Bellevue wie in angesagten Discotheken zugehen? Es gilt: Wer sich nicht dem Dresscode anpasst, erhält keinen Einlass!

Fangruppen, die Kleidungsstücke mit dem Logo von Nicht-Sponsoren tragen, erhalten während der Euro in Zürich keinen Einlass in die offiziellen Public-Viewing-Zonen.

Die Host City Zürich ist gegenüber der Uefa verpflichtet, Formen von Ambush Marketing zu unterbinden. Mit anderen Worten: Die offiziellen Euro-Sponsoren müssen geschützt werden, die Stadt Zürich muss den offiziellen Geldgebern bei deren Werbeauftritten Exklusivität gewähren.

Es kann also durchaus sein, dass Dutzende Fans einfach draussen bleiben müssen, weil sie nicht die passende Kleidung tragen. Frust statt Feier. Wie bitte?

Zürichs Euro-Delegierter Daniel Rupf relativiert und verweist auf «den gesunden Menschenverstand». Wenigstens müssen gemäss Rupf in der Umgebung der Fanzone keine Logos abgedeckt werden.

Auf der Fanmeile hingegen gibt es solche Bestimmungen nicht. «Die Fanmeile ist keine Bannmeile». so Rupf. (sda/raf)

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Host City Bern

Auch in Bern stehen die Verantwortlichen vor den gleichen Problemen, die offiziellen Uefa-Sponsoren müssen geschützt werden. In der Hauptstadt griff die Uefa tief in die Taschen, um die Public-Viewing-Zonen zu mieten. Über 2 Millionen Franken bezahlte die Uefa an die Stadt.

Marcel Brülhart, Projektleiter Euro 08 der Stadt Bern, bläst genau ins gleiche Horn wie sein Kollege in Zürich. Brülhart: «Der gesunde Menschenverstand wird entscheiden». (zbi)
play Ein Problem: der Heineken-Hut der Oranje-Fans. (Keystone)

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