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Kann der 22-jährige Beau der Euro 2008 seinen Stempel aufdrücken? An der Heim-EM 2004 war er noch zu jung. In Erinnerung blieben vor allem die bitteren Tränen nach der Final-Niederlage gegen Griechenland. Chef auf dem Platz war damals noch Luis Figo, die letzte grosse Figur der «Goldenen Generation».
Heute hat Cristiano Ronaldo seinen Platz übernommen – als Traummann schmachtender Verehrerinnen genauso wie als Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Portugiesen.
Nach der erfolgreichen WM 2006 mit dem Vorstoss in den Halbfinal kam er endlich in Manchester an, sang nicht mehr den melancholischen Fado des Heimwehkranken. Im April hat der Glamour-Boy aus Funchal gar seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2012 verlängert. Und der Coverboy des Nummer-1-Fussballgames «Pro Evolution Soccer» lernte, dass Fussball ein Teamsport ist.
Jetzt sind die Leistungen Ronaldos häufig überragend. Doch ob das alleine reicht, um Portugal zu einem
Titelkandidaten zu machen? Ein zusätzlicher Trumpf ist indes Coach Luiz Felipe Scolari (59).
Als Turniercoach ist «Big Phil» kaum zu schlagen: Mit Brasilien Weltmeister 2002, mit Portugal EM-Finalist 2004 und WM-Halbfinalist 2006. Der Kreuzritter schreckt vor keiner Kriegslist zurück.
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Frauenschwarm Cristiano Ronaldo. (Keystone)