Public Viewing: Niederlage für Uefa

  • Aktualisiert am 03.01.2012

BERN – Die UEFA hat im Streit mit der SUISA um die Urheberechtsgebühren beim Public Viewing an der Euro 08 einen Rückschlag erlitten. Die Wirte jubeln.

Mitte April hatte die Schiedskommission für die Verwertung von Urheberrechten die Tarife im Hinblick auf das Public Viewing von Sendungen der Euro 2008 beschlossen. Die entsprechenden Lizenzen für EM-Spiele auf Grossleinwand können bei der Urheberrechtsgesellschaft SUISA erworben werden.

Seit Juli 2007 hatte aber auch bereits der Europäische Fussballverband Uefa Lizenzgebühren für Public-Viewing-Veranstaltungen. Die Uefa begründet dies damit, dass sie erstmals in der Geschichte der Fussball-EM die Fernsehbilder selber produziere.

Den Entscheid der Schiedskommission hatte die Uefa beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Dieses hat aber nun entschieden, dass der Tarif der Schiedskommission gilt damit vorerst. Wie SUISA-Sprecher Martin Wüthrich mitteilte, erteilt die SUISA nun weiter Lizenzen.

Beim Streit um die Public-Viewing-Gebühren geht es um Grossbildschirme, die mehr als drei Meter in der Diagonale messen. Für kleinere Bildschirme benötigen Wirte, Vereine, Gemeinden oder andere Interessierte keine Uefa-Lizenz, müssen aber eine SUISA- Gebühr entrichten.

Das freut die Wirte ganz besonders. Mit Erleichterung reagierte der Branchenverband GastroSuisse auf den Entscheid. Damit sei klar, dass für eine öffentliche Übertragung einzig bei der SUISA eine Lizenz zu beziehen sei. (SDA)

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