
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Der König und sein Trainer: Juan Carlos (links) gratuliert Luis Aragones. Und auch Königin Sofia (Mitte) freut sich. (Keystone)
König Juan Carlos, der das Endspiel auf der Ehrentribüne im Wiener Ernst-Happel-Stadion miterlebt hatte, jubelte: «Ich freue mich für Spanien, für die Burschen von unserer Nationalelf, für alle. Wir mussten leiden, aber es hat sich gelohnt.»
Juan Carlos berichtete auch von einem «sehr bewegenden» Besuch bei den Spielern in der Umkleidekabine des Stadions. «Der König war noch gerührter als wir», schilderte Kapitän Iker Casillas später die Begegnung.
Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sagte: «Ich bin stolz, als erster Regierungschef seit der Wiedereinführung der Demokratie in Spanien einen EM-Titel feiern zu können.» Beim bisher einzigen EM-Gewinn Spaniens im Jahr 1964 herrschte in dem Land noch das Regime des Diktators Francisco Franco.
Jubel und Warnschüsse
Von Santiago de Compostela im Nordwesten des Landes bis Almería im Südosten zelebrierten die Fussballfans den Triumph. In vielen Städten hatten Spanier die Übertragung des Spiel auf Grossleinwänden miterlebt.
Das Zentrum der Feiern war der Kolumbus-Platz in Madrid. Auf der Plaza de Colon bejubelten Zehntausende den Erfolg. In der Nähe des Thyssen-Museums gaben Polizisten drei Warnschüsse ab, um überbordende Freudenfeiern zu unterbinden.
Auch Katalanen feiern
In Barcelona gingen tausende Menschen auf die Strassen, um den EM-Titel zu feiern. Die von katalanischen Nationalisten dominierte Stadtverwaltung hatte es abgelehnt, eine Fanzone mit Grossbildleinwänden wie in anderen spanischen Städten einzurichten.
Viele Bewohner Barcelonas hatten das Spiel deshalb daheim oder in Lokalen verfolgt. Nach dem Ende des Spiels kam es aber zu spontanen Freudenfeiern, unter anderem in der bekannten Fussgängerzone Las Ramblas.
Festnahme deutscher Fans in Wien
In Wien konnten einzelne deutsche Fans ihre Enttäuschung nicht im Zaum halten. Zehn von ihnen wurden nach Sachbeschädigungen in Aussenquartieren von der Polizei festgenommen.
In der Fanzone der österreichischen Hauptstadt begannen in der Nacht bereits die Abbauarbeiten.
In den deutschen Fanmeilen waren die Leute traurig, aber friedlich. Einzig in Magdeburg zogen nach Spiel-Ende rund 100 Randalierer durch die Innenstadt, zündeten Abfallcontainer an und warfen Steine und Flaschen auf Polizisten.
(SDA)