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Das Zürcher Bellevue und seine Fanzone erlebten in den letzten drei Wochen manche Triumphe und himmelschreiende Ungerechtigkeiten der Fussballgötter. Alles vorbei. Zwar muss nicht so bald wieder ein Böögg auf der Sechseläutenwiese seinen Kopf hinhalten, dennoch sind die Arbeiter bereits eifrig am Abbauen.
Ganze zehn Tagen dauert es, bis sämtliche Spuren der Zürcher Fanzone verschwunden sein sollen, wie Andreas Herren erklärt, der Sprecher der städtischen Euro-08-Projektleitung. Der Hauptteil der Arbeiten werde in den ersten 48 Stunden erfolgen. Dafür stehen 150 Angestellte im Einsatz.
Schneller solls in der Bundesstaat gehen: Die von den Holländern so lieb gewonnenen Bühnen, Zäune und Zelte in der Fanzone werden am Mittwoch bereits nicht mehr das Berner Stadtbild zieren. Bis morgen Abend sollen die rund 100 Büezer die grossen Bühnen auf dem Bundes- und dem Waisenhausplatz zerlegen.
In der Schweizer Fussballhauptstadt Basel startete der Sommerputz schon in der Nacht auf heute. Es pressiert, denn am Mittwoch geht im Kasernen-Hof das Militärmusikspektakel «Basel Tattoo» über die Bühne – von der Fanzone sollen bis dann keine Spuren mehr bleiben. Anwohner der Kaserne kritisierten das nächtliche Werkeln bereits.
Wenig trösten wird sie, dass in Basel Erinnerungen an das grosse Fussballfest derzeit billig zu haben sind: Die Host City verkauft an acht Tagen in ihrem «Info-Corner» Souvenirs wie T-Shirts, Fahnen und Becher.
Wie viel Material über den Ladentisch geht, ist offen – noch werden die Erinnerungsstücke in Fanzonen und Ständen eingesammelt. Im Angebot sind unter anderem die blauen Host City-Flaggen, anderthalb auf zwei Meter gross; sie kosten 25 Franken gebraucht oder 50 Franken neu.
In Bern sollen die blauen Euro-Fahnen aus den Fanzonen, der unteren Altstadt sowie von der Kornhausbrücke für einen «guten Zweck» verkauft werden, wie Urs Frieden von der Host City Bern sagte. In Zürich ist noch nicht entschieden, was mit den blauen Host-City-Fahnen geschehen soll.
Auch in der vierten Schweizer Euro-Stadt Genf hat heute der Abbau der für die Euro aufgebauten Infrastrukturen begonnen. Bis Ende Woche sollen die Feststätten für die Bevölkerung wieder frei zugänglich sein. (SDA/hhs)