
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Beide Teams starteten verhalten in die Partie. Besonders von den Deutschen, einem der grössten Favoriten für den Europameistertitel, hatte man sich ein wenig mehr erhofft. Kaum einmal kamen die Deutschen mit schnellen Vorstössen und Zug vors Tor der Kroaten. Anders die Kroaten, die einen besseren Start in die Partie erwischten. Die ganz gefährlichen Szenen vor dem Tor der Deutschen blieben aber aus.
Schock durch Srna
Nach 23 Minuten schockte Srna die deutsche Mannschaft. Pranjic brachte nach einem Zusammenspiel mit Rakitic eine Flanke zur Mitte. Dort liess Srna Jansen alt aussehen und traf zur Führung. Die erste richtige Chance des Spiels wurde von den Kroaten eiskalt ausgenutzt.
Die Deutschen wirkten nun mehr denn je unsicher. Zwar standen dieselben 11 Spieler auf dem Platz wie am Sonntag. Doch die Mannschaft, die gegen Polen noch so souverän gewirkt hatte, war kaum wiederzuerkennen.
Auch Deutsche offensiver
Immerhin fielen unsere nördlichen Nachbarn nun auch mit Offensivaktionen auf. Zuerst prüfte Ballack nach etwas mehr als einer halben Stunde Torhüter Pletikosa mit einem Weitschuss. Kurz darauf konnten Klose und Metzelder eine Verwirrung im gegnerischen Strafraum nicht ausnutzen.
Die Kroaten blieben aber sehr gefährlich und spürten die Verunsicherung der Deutschen. Kranjcar hätte in der 42. Minute beinahe noch auf 2:0 erhöht. Die deutsche Verteidigung war völlig überfordert mit dem Passspiel der Kroaten. Kranjcar schoss jedoch aus wenigen Metern Jens Lehmann an.
Kroatien hervorragend eingestellt
Jogi Löw reagierte auf den Rückstand und brachte in der Pause David Odonkor. Der enttäuschende Marcel Jansen musste dem offensiven Rechtsaussen Platz machen. Die Massnahmen des Bundestrainers blieben aber ohne Erfolg. Kroaten-Coach Slaven Bilic hatte sein Team hervorragend eingestellt. Besonders im Mittelfeld spulte seine Truppe Kilometer ab und zeigte defensiv eine beherzte Leistung.
Rakitic als Vorbereiter
Deutschland hingegen war hinten noch immer nicht auf der Höhe. So auch nach einer guten Stunde. Rakitic, der anstelle von Petric von Beginn weg ran durfte, schlenzte den Ball von der rechten Seite Richtung Tor. Lehmann lenkt den abgefälschten Schuss an den Pfosten und musste den Abpraller Olic überlassen. Dieser hatte keine Mühe, das 2:0 zu erzielen.
Nach 72 Minute endlich wieder einmal eine gute Aktion der Deutschen: Schweinsteiger liess seinen Bewacher stehen und zog aus spitzem Winkel ab. Der Ball verlief aber parallel zur Torlinie und ging ins Aus. Deutschland konnte nun aber ein wenig Druck aufbauen.
Podolski zum Dritten
Und tatsächlich – nach einem Durcheinander im Sechzehner der Kroaten zappelte der Ball im Netz. Der herrenlose Ball war bei Lukas Podolski gelandet. Der machte was er am besten kann. Aus 10 Metern nahm er die Kugel volley und liess die Deutschen mit seinem dritten EM-Treffer wieder hoffen.
Kroatien im Viertelfinale
Doch es sollte nicht sein für Deutschland. Die Partie stand bereits in der Nachspielzeit, als sich Schweinsteiger zu einer Tätlichkeit an einem Kroaten hinreissen liess. Es war allerdings mehr ein Schubsen, dennoch zückte De Bleeckere die erste rote Karte des Turniers. Ein harter Entscheid, doch damit war die Partie gelaufen. Kroatien steht im Viertelfinale. Zittern die Deutschen nun vor den Ösis?
play
Joachim Löw ist entsetzt, seine Nummer 1 fällt aus. (Keystone)