Bombenleger setzten zur Blutgrätsche an

  • Publiziert: 29.06.2008, Aktualisiert: 13.01.2012

BERN – Also doch: Die Schweiz geriet während der Euro 08 ins Visier von Terroristen. Zum Glück bekam die Polizei rechtzeitig Wind von den fiesen Plänen.

Heute geht die Euro 08 zu Ende, drei Wochen, welche die Schweiz und Österreich in eine Festhütte verwandelten. Doch es gibt auch jene, welche die Fussballparty als Bühne für den Terror verwenden wollte: In den letzten Wochen habe die Schweiz Hinweise aus dem Ausland auf Vorbereitungen für ein Attentat erhalten, erklärte Bundesrat Samuel Schmid.

Darauf habe die Polizei die nötigen Massnahmen getroffen und so verhindert, dass es zu konkreten Problemen gekommen sei.

Die Grenzorgane, die Polizei und die Nachrichtendienste hätten sich der Sache angenommen, sagte der Verteidigungsminister in einem etwas nebulösen Interview mit der «NZZ am Sonntag». Bei den Attentatsplänen handelt es sich nicht um die Informationen, über die im Vorfeld des Turniers auf Internetseiten spekuliert worden war.

Die «neuen Hinweise» wurden laut Schmid während der Europameisterschaft bekannt. Gegen wen sich die Vorbereitungen gerichtet hatten, wollte Schmid in dem Interview nicht sagen.

Er habe während der EURO zeitweise unter Anspannung gestanden, gestand Schmid. Schliesslich sei er auch an mehreren Tagen für die Sicherheit im Luftraum verantwortlich gewesen. Aber er habe nie operativ eingreifen müssen: «Unsere Polizei ist kompetent genug, um mit solchen Situationen fertig zu werden.» (SDA/hhs)

«Aus Nachbarn wurden Freunde»

Die Euro 08 hat die Schweiz und Österreich näher zusammen gebracht: «Aus Nachbarn sind Freunde geworden», sagte heute Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Bundesrat Samuel Schmid dankte seinerseits für die «konstruktive» Zusammenarbeit. «Die Schweiz könnte einen Anlass dieser Grössenordnung nicht alleine durchführen», sagte Schmid. Es sei beiden Ländern gelungen, von den jeweiligen Erfahrungen zu profitieren und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Bei einem Abschiedsbrunch an der «Swiss Beach» in Wien zogen auch Bundespräsident Pascal Couchepin und sein österreichischer Amtskollege Heinz Fischer eine positive Bilanz. «Wir sind am Ende einer angenehmen Periode der Zusammenarbeit», sagte Couchepin. Dieser Meinung war auch Fischer: «Wir haben es beide nicht ins Viertelfinale geschafft, aber gemeinsam haben wir gezeigt, dass wir organisieren können und gute Gastgeber sind.» Und es kam sogar noch zu einer fussballerischen Begegnung: Couchepin und Fischer lieferten sich ein Duell im Tischfussball – ein Sieger wurde jedoch nicht erkoren. (SDA)

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