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Fanzone und Fanmeile an bester Lage rund ums Seebecken beim Bellevue sollen die Fussball-Freaks zu Hunderttausenden anlocken. Für die Stadt ist klar: Die Strassen müssen für den Autoverkehr gesperrt werden. Und zwar an jedem einzelnen Euro-Spieltag, vor allem während den Spielzeiten.
Doch Bruno Graf, als «Statthalter des Bezirks Zürich» das juristische Kontrollorgan der Stadtbehörden, hat die Sperrung vor einer Woche kurzerhand aufgehoben. Er sorgte sich um die Blechlawine, die sich jeden Tag genau durch das Nadelöhr am Seebecken wälzt. «Unverhältnismässige Massnahme», lautete sein Verdikt.
Denn auch die Gewerbetreibenden des Quartiers Seefeld Sturm liefen Sturm: Tausende von Angestellten, Anwohnern und Kunden müssten sich bei einer Sperrung durch die Fan-Horden wühlen, schimpften sie. Das Einkaufs-, Geschäfts- und Wohnquartier könnte unter Autofahrern auf Schleichwegsuche und Parkplatzjägern einen Kollaps erleiden.
Mit seinem «Njet» hat Graf zwar bei vielen betroffenen Anwohnern und Gewerbetreibenden für Erleichterung gesorgt, bei den Stadtbehörden läuteten aber die Alarmglocken. Sofort schickten sie nun ihrerseits die Juristen in die Euro-Schlacht. Aktueller Stand: Der Fall liegt beim Verwaltungsgericht, ob dieses noch rechtzeitig einen Entscheid fällt, weiss niemand.
Droht statt Euro-Taumel nun der totale Blechsalat? Beim Polizeidepartement der Stadt Zürich rechnet man immer noch mit einem schnellen Entscheid des Gerichts. Auf die Frage nach einem Alternativkonzept für den Fall eines negativen Entscheides sagt Mediensprecher Robert Soos gegenüber blick.ch: «Wir werden dann halt situativ Lösungen und Wege zur Anwendung bringen.» (bih)
Streit um die Fanmeile: Wie viel Chaos würden Sie in Ihrem Quartier während der Euro ertragen? Das meinen unsere Leser: