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Heute feiert Bern die dritte und letzte Euro-Party mit zehntausenden Holländern. Der Abschied fällt schwer: Am liebsten würde er gleich alle Oranje-Fans einbürgern, sagte Stadtpräsident Alexander Tschäppät heute mit einem Augenzwinkern. Zuvor hatte er noch den 500’000. Fan in der Bundesstadt begrüsst – natürlich einen Gast aus Holland. Petra van den Ham aus Houten erhielt einen grossen Käse und eine Schokolade geschenkt.
Nach dem Spiel gegen Rumänien zieht der orange Tross weiter nach Basel. Die Rheinstadt freut sich bereits auf die friedliche Invasion. Denn das Geschäft mit den Fans lief in der Schweizer Fussball-Hauptstadt bislang eher harzig. An sieben von zehn Spieltagen blieben die Besucherzahlen in den Fan-Zonen unter den Erwartungen, wie der Basler Euro-Delegierte Hanspeter Weisshaupt sagte.
Bloss die Nati zog
Insgesamt 250000 Gäste wurden bislang in den Fanzonen registriert. Grossen Besucherandrang gab es nur bei den drei Auftritten der Schweizer Nationalelf.
Nun freuen sich Basels Touristiker auf die besonders zugkräftigen Teams aus Deutschland und Holland, die am Donnerstag und Samstag ihre Viertelfinals im St. Jakobpark bestreiten. Deutschland ist ein «Hauptzielmarkt» von Basel Tourismus, und mit holländischen Fans hat bereits Bern gute Erfahrungen gemacht.
Gibts Krawall in Zürich?
Auch in Zürich geht das Euro-Märchen heute zu Ende. Zum «Dessert» steht der Knüller zwischen Frankreich und Italien auf dem Programm. Vor dem Stadion Letzigrund haben noch eine Stunde vor Anpfiff der Partie Frankreich – Italien viele Fans verzweifelt ein Ticket gesucht. Die Preise stiegen ins Unverschämte.
«For the love of football – please give me a free ticket» hatte einer auf das Pappschild geschrieben, mit dem er im letzten Moment eine Eintrittskarte zu ergattern suchte.
Die Hoffnung auf ein Gratisbillett war aber wohl illusorisch. Einer, der Tickets anbot, verlangte etwa für ein Billett der besten Kategorie volle 1000 Euro. Normalerweise kostete es 175 Franken.
Vor den Stadioneingängen drängten sich friedliche, ausgelassene Fans, die sich ihre Stimmung auch vom heftigen Regen nicht verderben liessen, der kurz vor 20 Uhr einsetzte. Tuten, Trommeln und hingebungsvoll gegrölte Lieder erfüllten die Luft. (SDA/hhs)
Ein letztes Mal verzaubern die Holländer heute Bern – dann gehts ab an den Rhein.- Reuters