«Es braucht einen Mindestlohn für Fussballer» Wohlen-Giampa (23) wohnt als Profi noch zuhause

Viele denken: Fussballer sind reich und leben in Saus und Braus. Die Realität sieht jedoch häufig anders aus. Auch die von Wohlen-Verteidiger Davide Giampà.

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Gucci-Gürtel um die Hüfte. Louis-Vuitton-Täschchen in der Hand. Ferrari unter dem Hintern. Millionen auf dem Konto. Das Klischee des stinkreichen Profifussballers ist bekannt. Die Realität sieht ­anders aus, wie eine Studie der Spielergewerkschaft FIFPro zeigt (im BLICK).

Weltweit kicken 45 Prozent für unter 1000 Franken Lohn. 6,3 Prozent sind es in der Schweiz. Doch 14,7 Prozent kassieren auch hierzulande nur zwischen 2000 und 4000 Franken.

Eine Lohnklasse, in der sich auch Wohlens Davide Giampà wiederfindet.

Der Verteidiger sagt zwar, dass er von seinem Lohn leben kann. Dass er seine Chance in der Challenge League und den damit verbundenen tiefen Lohn als Investition für die Zukunft sieht. Doch Fakt ist auch, dass er mit 23 Jahren auch als Profi noch zu Hause bei den Eltern in Staufen AG wohnt.

Keine Rente zu zahlen, keine Familie zu ernähren. «Müsste ich eine Familie ernähren, wüsste ich nicht, wie es dann aussehen würde. Meine Familie hat mich finanziell unterstützt, bis ich einen Profivertrag erhielt.» Er findet: «Es müsste auch im Profifussball einen Mindestlohn geben. Für einen Jungen ist es okay, wenn er nebenbei 1000 Franken verdient. Aber wenn ein Familienvater nur 3000 Franken kriegt, ist das unmöglich.»

Und so hat er sich den Notfallplan schon zurechtgelegt, das Sportgymnasium abgeschlossen, bevor er auf die Karte Fussball setzte. Weil er weiss, dass der Traum vom Fussballerleben in Saus und Braus selten Tatsache ist: «Klar träumt jeder davon, nach dem Karriereende in den Ruhestand gehen zu können, weil man genügend Geld auf der Seite hat. Doch ist das die Realität? Nicht wirklich.»

Sein Rat an die Jungen lautet deshalb bereits als 23-Jähriger: «Ich würde einem Jungen nie ­raten, alles von Beginn weg auf die Karte Profifussball zu setzen, ohne eine Ausbildung zuvor abzuschliessen. Eine Ausbildung zu haben, ist genauso wichtig wie Fussball zu spielen. Denn es wird definitiv nicht jeder reich damit.»

Publiziert am 01.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016

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41 Kommentare
  • Adrian  Schärli aus Nebikon
    02.12.2016
    Ich möchte einmal den Trainingsplan dieses Profis sehen. Soll er mir mal zeigen, dass er 42 Stunden im Training ist. Und falls er am Abend einmal joggen geht (was ich aber schon mal anzweifle), dann ist das ein Ausgleich und nicht Beruf. Soll er doch neben dem Training einer geregelten Arbeit nachgehen. Oder dann halt am Abend im Kino oder MC Donalds arbeiten. Aber dafür ist man sich als Fussballprofi wohl zu schade.
  • meier  fritz 02.12.2016
    Ein bisschen realitätsfremd der junge Herr. Wie soll denn der FC Wohlen das Geld dafür aufbringen? Als Sportler ist man den Gesetzen des Marktes ausgesetzt. Es steht und fällt alles mit dem Zuschauerinteresse und ein FC Wohlen kann mit durchschnittlich 1200 Zuschauern seinen 23 Spielern keine 4000 Franken oder mehr zahlen.
  • Pietro  Secreto aus Kölliken
    01.12.2016
    Das Staatsterrorradio SRF3 kann ja statt für Kinder auf der Flucht für arme Fussballer sammeln. Spenden eintreiben ist kein öffentlicher Auftrag!
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 01.12.2016
    berufs fussballer ist mann erst wen mann 40 stunde reine arbeit macht mit fussball , nicht berechnen alle reisen ,essen und alle massages ,welche arbeiter niemals erhalten.
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 01.12.2016
    das ist kein fussballer von beruf aber ein ausbeuter von seine eltern, wenn m ann im beruf nicht genugend verdient soll mann sich muhe geben ,von beruf zu wechseln, fussball auf sein niveaux ist nur ein par stunde tagsdurch zu trainieren im vergleich mit 5 e liga.