Gavranovic, Seferovic und Kasami Drei Jungstars auf dem Abstellgleis

  • Aktualisiert am 02.01.2012
  • Von Benny Epstein
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BLICK geht auf Spurensuche nach dem vermissten Trio. Die Schweizer Nachwuchshoffnungen könnten momentan schon über einen Platz auf der Bank froh sein.

Gavranovic von Xamax zu Schalke! U17-Weltmeister Seferovic von GC zu Fiorentina! U17-Weltmeister Kasami von Lazio Roms Junioren zu Bellinzona – mit Stammplatz-Garantie!

Drei Mega-Transfers, die uns diesen Winter überraschten. Doch gespielt hat noch keiner.

Gavranovic auf Schalke

Kurz vor der Rückrunde verlässt Mario Gavranovic (21) Xamax. Ihn ziehts zu Schalke 04. Doch er sitzt bis jetzt micht mal auf der Bank. «Ich habe nicht erwartet, dass es so lange dauert», gesteht Gavranovic.

Zuletzt hinderte ihn eine Adduktorenverletzung sogar am Trainieren. «Die kam wohl vom harten Training.» Die Einheiten unter Trainer Felix «Quälix» Magath seien nicht zu vergleichen mit denjenigen in Neuenburg.

Magaths Urteil ist ernüchternd: «Er ist noch nicht so weit, dass er uns helfen kann.» Hart für Gavranovic, der sagt: «Ich habe noch nie mit dem Trainer gesprochen.»

Seferovic bei der Fiorentina

Am 15. November 2009 hebt Haris Seferovic (18) ab, wird mit dem einzigen Tor im U17-WM-Final gegen Nigeria zum Helden. Seferovic wechselt von GC zu Fiorentina.

Doch er muss bei den Italienern runter zu den Junioren in die Primavera. Immerhin: Der Luzerner trainiert täglich mit der 1. Mannschaft. Seferovic: «Ich warte noch auf meine Arbeitsbewilligung. In den nächsten Tagen sollte ich sie erhalten.» Eine Garantie für Einsätze ist die Bewilligung aber nicht.

Wann spielt er bei Grossen? «Geduld. Immerhin schiesse ich bei internen Trainingsspielen stets Tore.» Privat läufts dem Talent besser: Täglich macht er Fortschritte im Italienisch. «Ich lerne zwei Stunden pro Tag.»

Kasami in Bellinzona

Auch Pajtim Kasami (17) darf sich Weltmeister nennen. Doch schon vor der WM war klar: Bei Lazio Rom hat Kasami keine Zukunft. Das Tuch zwischen Spieler und Klub war zerrissen: Wegen Streitereien um die Ablösesumme von Lazio an Kasamis Stammklub GC kam der Zidane-Fan nie zum Einsatz.

Darum der Wechsel zu Bellinzona. Doch auch hier spielt er nicht. Obwohl er von Trainer Alberto Cavasin eine Stammplatz-Garantie erhielt. Es fehlt die Spielberechtigung!

Die Fifa mischt sich ein, weil der italienische Verband auf Geheiss von Lazio den Spieler nicht freigibt. Die Italiener verlieren den Fall, ziehen ihn aber weiter. Das definitive Urteil fiel letzten Freitag: Kasami darf spielen.

Doch vorerst lässt ihn Cavasin auf der Bank. Er darf weiterhin nur trainieren. «Ich drehe in jedem Training fast durch», gesteht Kasami. «Wenn wir verlieren und ich dem Team nicht helfen kann.» Kasami hofft auf Spielpraxis.

Welchem Jungstar trauen Sie den Durchbruch am ehesten zu?»

  • 13% Gavranovic auf Schalke.
  • 43% Seferovic bei der Fiorentina.
  • 44% Kasami in Bellinzona.

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