Todesfalle Stadion Die grössten Fussball-Katastrophen

Die Krawalle mit über 70 Toten nach einem Fussballspiel in Ägypten schockieren. Schon in der Vergangenheit kam es immer wieder zu solchen Tragödien.

  • Publiziert: 02.02.2012

Mai 2001: In Ghanas Hauptstadt werfen verärgerte Fans Plastiksitze auf das Spielfeld. Als die Polizei Tränengasgranaten abfeuert, kommt es zu einer Massenpanik. Das Spiel wird fünf Minuten vor dem Ende der Partie zwischen Hearts Oak SC und Asante Kotoko aus Kumasi abgebrochen. Die Tore der Arena, in der sich rund 70.000 Menschen aufhalten, sind aber verschlossen. 126 Fußballfans werden totgetrampelt, 150 weitere zum Teil schwer verletzt.

April 2001: Beim Spitzenspiel in der südafrikanischen Liga zwischen den Kaizer Chiefs und den Orlando Pirates drängen tausende Fans, die keine Eintrittskarte erhalten hatten, zu den Eingängen des Ellis-Park-Stadions in Johannesburg, das mit 60.000 Zuschauern bereits gefüllt ist. Laut Augenzeugen geht die Polizei mit Tränengas gegen die Menge vor. 43 Menschen sterben, rund 160 werden bei der Massenpanik verletzt.

Oktober 1996: Vor dem WM-Qualifikationsspiel zwischen Guatemala und Costa Rica ist das 45.000 Zuschauer fassende Stadion in Guatemala-Stadt bereits überfüllt. Dennoch versuchen weitere Fans einzudringen. 84 Menschen werden zu Tode getrampelt, rund 150 verletzt.

Januar 1991: Ausschreitungen von Fussball-Fans während eines Freundschaftsspieles in der südafrikanischen Stadt Orkney fordern mindestens 42 Menschenleben und zahlreiche Verletzte. Viele Menschen werden totgetrampelt, andere sterben an ihren Verletzungen.

April 1989: Im Hillsborough-Fussballstadion in der englischen Stadt Sheffield kommt es beim Pokal-Halbfinalspiel zwischen Liverpool und Nottingham Forest zu einer Massenpanik. 95 Menschen sterben. Ein Zuschauer liegt bis zu seinem Tod im März 1993 im Koma. Bis zu 200 Menschen werden bei dem Unglück verletzt. Grund für die Katastrophe war der grosse Zuschaueransturm- Eine Stunde vor Anpfiff mussten die Ordnungskräfte die Tore öffnen, weil der Druck zu gross wurde. Erst als vereinzelt Zuschauer über die Gitterabsperrungen kletterten, unterbrach der Schiedsrichter die Partie.

März 1988: Ein Hagelsturm löst im Nationalstadion in Nepals Hauptstadt Kathmandu eine Massenpanik aus. Weil die Ausgänge verschlossen sind, können die Besucher des Spiels zwischen Nepal und Bangladesch nicht flüchten. Nach unterschiedlichen Angaben sterben zwischen 71 und 93 Menschen.

Mai 1985: Im Heysel-Stadion in der belgischen Hauptstadt Brüssel kommt es vor dem Europacup-Endspiel zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin zu schweren Ausschreitungen. Betrunkene britische Fussball-Fanatiker greifen Italiener und Einheimische mit Flaschen, Feuerwerkskörpern und sogar mit Schusswaffen an. Panik bricht aus. Als die Angegriffenen sich durch eine wilde Flucht aufs Spielfeld retten wollen, bricht eine Betonmauer zusammen und begräbt zahlreiche Zuschauer. Andere werden von der nachdrängenden Menge überrannt. Insgesamt sterben 39 Menschen, davon 32 Italiener. Rund 400 Menschen werden zum Teil schwer verletzt. (DPA/sh)

Alle Kommentare (1)

  • Stefan  Schmidig
    Nicht zu vergessen die Feuerkatasrophe im Valley Parade Stadion in Bradfort England. Hier starben nachdem eine Tribüne komplett ausbrante 56 Zuschauer.,
    • 02.02.2012
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Platz Mannschaft SP Tore Punkte
1 Basel 33 59:30 66
2 GC 33 41:30 60
3 St. Gallen 33 49:32 56
4 Zürich 32 50:41 46
5 Sion 32 36:45 45
6 Thun 33 41:42 44
7 YB 32 43:43 39
8 Luzern 32 34:42 36
9 Lausanne 33 25:47 27
10 Servette 31 24:50 23

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